Auf Gesundheitskurs – gesundheitskompetent in Feldbach

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Im Rahmen des Projekts „Auf Gesundheitskurs – gesundheitskompetent in Feldbach“ fand im September und Oktober 2019 eine Schulung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus 11 Feldbacher Betrieben zur Steigerung der Gesundheitskompetenz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kundinnen und Kunden statt. Im Rahmen dieser Schulung wurde Grundwissen zu „Gesundheitsinformationen finden, verstehen, bewerten und anwenden“ sowie „Gesundheitskommunikation“ weitergegeben. Des Weiteren entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Unterstützung der FH JOANNEUM Kleinprojekte, welche in den Unternehmen zur Steigerung der Gesundheitskompetenz umgesetzt werden.

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Die teilnehmenden Betriebe waren:

  • Autohaus Uitz GmbH
  • Elektro Ramert GmbH
  • Johanna’s Natur-Leben
  • ThallerCenter
  • Obstbau Christandl
  • ONEBODY – Fitness Club
  • Praxis Südost – Osteopathie/Physiotherapie
  • Puchleitner Baugesellschaft m.b.H.
  • Roth Modehaus GmbH
  • Neue Stadt Feldbach
  • Vulkanlandapotheke
Inhalte der Schulung

Die Schulung der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ist in 3 Schwerpunkte gegliedert, die jeweils in 2 Modulen aufgebaut sind.

  • „Finden & Verstehen“

Modul 1: Gesundheitskompetenz verstehen

Zu Beginn wurden grundlegende Begrifflichkeiten rund um das Thema „Gesundheit“ geklärt, sowie einige Modelle zu Gesundheit vorgestellt. Danach wurde auf die individuelle Gesundheitskompetenz, auf die Vorteile durch eine gute Gesundheitskompetenz sowie auf die organisationsbezogene Gesundheitskompetenz und auf spezielle Ansätze zur Förderung der Gesundheitskompetenz eingegangen.

Modul 2: Über Gesundheitskompetenz informieren und kommunizieren

In diesem Rahmen wurde den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren die Qualitätskriterien zur guten Gesundheitsinformation präsentiert. In weiterer Folge gab es einen Input und Übungen zu gesundheitskompetenter Kommunikation. Hier wurden unterschiedliche Situationen simuliert, zum einen das Gespräch mit einer Gesundheitsfachkraft (z. B. Ärztin/Arzt) und zum anderen aber auch die gesundheitskompetente Kommunikation mit der eigenen Kundschaft.

  • „Bewerten“

Modul 3: Gesundheitsinformationen kritisch bewerten

Um Gesundheitsinformationen kritisch bewerten zu können, wurde den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gezeigt, wie sie gute und seriöse Gesundheitsinformationen erkennen und wo sie diese finden. Dazu wurden Kriterien zur Bewertung präsentiert und hilfreiche Internetwebseiten vorgestellt.

Modul 4: Bedarfsorientierte Gesundheitsinformationen aufbereiten und zur Verfügung stellen

Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren lernten, wie sie selbst in ihrem Unternehmen gute Gesundheitsinformationen für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für ihre Kundschaft aufbereiten und zur Verfügung stellen können. Hierzu gab es einen Input zum Thema „Einfaches Schreiben“.

  • „Anwenden“

Modul 5: Projektmanagement Grundlagen kennenlernen

Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wurden in die Grundlagen des Projektmanagements eingeführt. Dabei lernten sie die verschiedenen Projektrollen sowie den Projektmanagementprozess kennen. Des Weiteren bekamen sie einen Einblick in unterschiedliche Projektmanagement-Tools, welche zur Erarbeitung des eigenen Projektes genutzt werden können.

Modul 6: Projekt entwickeln

Mit dem neu erworbenen Wissen über Gesundheitskompetenz, erarbeiteten die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Kleinprojekte zur Steigerung der Gesundheitskompetenz, das in ihrem Unternehmen initiiert wird.

Ziele

Ziel des Projektes ist es, das Wissen und Verständnis von organisationsbezogener Gesundheitskompetenz bei Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in der Region Feldbach zu steigern. Darüber hinaus sollen Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten hinsichtlich organisationsbezogener Gesundheitskompetenz bei Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ortsansässigen Betrieben aufgebaut werden. Somit soll die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung gesteigert und ein gesunder Lebensstil erleichtert werden.

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Fazit

Gerade beim Thema Gesundheit ist die persönliche Kontaktaufnahme mit der Zielgruppe (mit den Betrieben) für die Umsetzerinnen und Umsetzer essentiell für eine erfolgreiche Etablierung des Projektvorhabens. Durch die Branchenvielfalt der teilnehmenden Betriebe eröffnete sich ein weiterer wichtiger Benefit. Die unterschiedlichen Sichtweisen der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auf das Thema Gesundheit sowie die Möglichkeit Kooperationen untereinander zu schließen wurde von den Betrieben als äußerst wichtig gesehen. Letztendlich ist für die Nachhaltigkeit des Projektes wichtig, dass die Betriebe eine Routine entwickeln und gesundheitskompetentes Verhalten in Gesundheitsförderungsprogramme und in die Unternehmenskultur einfließen lassen, wie z. B. im Rahmen eines Programmes zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

Weitere Informationen


  • Die Fachhochschule JOANNEUM University of Applied Sciences, Institut für Gesundheits- und Tourismusmanagement ist Mitglied der ÖPGK
03.12.2019

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