„Gesund und krank in Österreich“ Kurzvideos für junge Geflüchtete

Organisation: Fonds Gesundes Österreich, Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz, asylkoordination österreich, start.quartier

Muttersprachliche Videos erklären jungen Asylwerberinnen und Asylwerbern das österreichische Gesundheitssystem und thematisieren an den Beispielen Ernährung und Bewegung einen gesunden Lebensstil. Die Videos sind entsprechend der 15 Qualitätskriterien der Guten Gesundheitsinformation Österreich umgesetzt.

Kurzbeschreibung:


In einem partizipativen Prozess erarbeiteten geflüchteten Jugendliche und junge Erwachsene die drei Themenblöcke „Gesund leben“, „Bei der Ärztin/Beim Arzt“ und „Das Österreichische Gesundheitssystem“. In leitfadengestützten Interviews wurden Videos in Gesprächsform als priorisiertes Medium identifiziert. Die Videos sind nach den 15 Qualitätskriterien der Guten Gesundheitsinformation Österreich umgesetzt. Zur weiteren Qualitätssicherung des Konzepts gab es zusätzlich eine Expertenrunde. Die Videos sind in den drei Sprachen Dari, Arabisch und Somali (jeweils mit deutschen Untertiteln) auf YouTube online.

Neben den Videos gibt es auch ein Plakat mit QR-Codes, welche direkt auf die Videos verlinken. Das Plakat kann ausgedruckt (A4 oder auch größer) und aufgehängt werden und ermöglicht so die einfache Verbreitung in Arztpraxen, Asylquartieren und vielen weiteren Einrichtungen.

Diese Maßnahme richtet sich insbesondere an:


Junge Geflüchtete:

  • Herkunft: Afghanistan, arabischer Raum, Syrien, Irak, Somalia
  • Alter: eher jung (15-30 Jahre)
  • Geschlecht: eher männlich, ABER: auch Mädchen/Frauen sollen sichtbar gemacht werden
  • Bildungsgrad: am geringsten bei Somalis (teilweise Analphabetismus)

Warum bewertet die ÖPGK diese Maßnahme als „Modell guter Praxis“?


Junge Asylwerberinnen und Asylwerber sind von einer geringen Gesundheitskompetenz besonders betroffen. (Quenzel, G., Schaeffer, D., 2016). Für diese ist es herausfordernd den Zugang ins Gesundheitssystem zu finden beziehungsweise das Gesundheitssystem effizient zu nützen. Dies gilt insbesondere auch für geflüchtete Kinder und Jugendliche.

Zusätzlich besteht Aufklärungsbedarf in Bezug auf gesunde Ernährung, psychische Gesundheit oder die Auswirkungen von Tabakkonsum. Die Kurzvideos sind:

  • „Gespräche unter Freunden“ in der Muttersprache der geflüchteten Jugendlichen,
  • sie fördern die individuelle Gesundheitskompetenz einer vulnerablen Zielgruppe,
  • entsprechen einer der Schwerpunktthemen (Gute Gesundheitsinformationen) der ÖPGK und
  • bieten einen niederschwelligen Zugang ins Gesundheitssystem.

 

zu den Kurzvideos in Dari 

zu den Kurzvideos in Arabisch

zu den Kurzvideos in Somali

zum Plakat mit QR-Codes

zur Kurzbeschreibung „Gesund und krank in Österreich

10.10.2018

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