Migrant/-innen für Gesundheit

Langtitel: Maßnahme der Wiener Gebietskrankenkasse zur Stärkung der Gesundheitskompetenz auf Verhaltensebene: Förderung des Gesundheitsprojekts „MfG - MigrantInnen für Gesundheit“
Einrichtung: Wiener Gebietskrankenkasse
zuständiger Leiter: Generaldirektor Hofrat Ing. Mag. Erich Sulzbacher
Website der Einrichtung: www.wgkk.at
Maßnahmenkoordinatorin (WGKK): Aygül Tankaz
E-Mail-Adresse: ayguel.tankaz@wgkk.at
Einrichtung: Volkshilfe Wien
zuständige Leiterin: Geschäftsführung Mag.(FH) Tanja Wehsely, DSA
Website der Einrichtung: www.volkshilfe.at
Maßnahmenkoordinatorinnen (Volkshilfe): DSA Saira Pilaković, MA und DSP Malika Guellil, BA
(geplante) Laufzeit: 1. Jänner 2017 bis 31. Dezember 2019
Status: laufend

Zielsetzung der Maßnahme:


Mit der Förderung des Gesundheitsprojekts „MfG – MigrantInnen für Gesundheit“ durch die Wiener Gebietskrankenkasse wird der Aufbau eines Pools an gut ausgebildeten GesundheitslotsInnen unterstützt. Ziel des Projektes liegt darin, durch die GesundheitslotsInnen den Zugang zu verschiedensten und sonst schwer erreichbaren MigrantInnencommunitys zu erlangen, sie mit Gesundheitsinformationen besser zu erreichen, sie zu befähigen, mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen, und ganz allgemein den Zugang von MigrantInnen zum Gesundheitssystem zu erleichtern.

Die Ziele von MfG sind u.a:

  • Stärkung der Gesundheitskompetenz von MigrantInnen
  • Stärkung der Kindergesundheit von MigrantInnen
  • Stärkung der psychischen Gesundheit von MigrantInnen

Da es in der Regel Frauen sind, die auf die Gesundheit der Familie achten und als Multiplikatorinnen wirken, wird innerhalb dieser Ziele ein besonderer Fokus auf die Stärkung der Gesundheitskompetenz von Frauen gesetzt.

 

Ausgangslage:


Aus gesundheitspolitischer Sicht ist es problematisch, dass ein wesentlicher Teil der österreichischen Bevölkerung bei der Suche nach Informationen zu Gesundheitsfragen oder Krankheitssymptomen Schwierigkeiten hat. In der Literatur werden vor allem Frauen und Männer mit einem geringen sozioökonomischen Status als vulnerable Gruppe für eine niedrige Gesundheitskompetenz beschrieben. Die Wiener Gebietskrankenkasse möchte die Gesundheitskompetenz ihrer Versicherten stärken und setzt dafür Maßnahmen auf Verhältnis- und auf Verhaltensebene. Der vorliegende Antrag beschreibt die Maßnahmen, die die Wiener Gebietskrankenkasse gemeinsam mit Kooperationspartnern auf Verhaltensebene anbietet.

 

Methodik:


Bei dem Gesundheitsprojekt „MfG – MigrantInnen für Gesundheit der Volkshilfe Wien suchen engagierte und speziell geschulte GesundheitslotsInnen MigrantInnen in deren Lebenswelt auf, lotsen sie durch das österreichische Gesundheitssystem und vermitteln ihnen Wissen zu speziellen Gesundheitsthemen.

Die Maßnahmen hierzu sind:

  • Ausbildung von GesundheitslotsInnen u.a. mit dem Schwerpunkt Frauengesundheit
  • Schulungen und Vertiefungsmodule für GesundheitslotsInnen u.a. zur transkulturellen Kompetenz, Zahngesundheit und Kinder-Zahngesundheit
  • Organisation und Durchführung von Informationsveranstaltungen für Erwachsene zu den Themen „Das Österreichische Gesundheitssystem – Arztbesuch“, „Kindergesundheit“, „Frauengesundheit“, „Diabetes“, „Seelische Gesundheit“ und „Ernährung und Bewegung“.
  • Organisation und Durchführung von Workshops für Kinder und Jugendliche
  • Kooperationen mit Organisationen und Vereinen, die in Bereichen der Beratung, Qualifizierung und der Integration in den Arbeitsmarkt tätig sind, um neue Settings zu erschließen
  • Organisation von Vernetzungstreffen im Rahmen des etablierten Netzwerkes „Migration und Gesundheit

Messgrößen/Indikatoren

Anzahl an: GesundheitslotsInnen, Schulungen, Informationsveranstaltungen, Workshops, Vernetzungstreffen, erreichten MigratInnen.

 

Zielgruppen:


Die Zielgruppe von MigrantInnen für Gesundheit (MfG) sind in Wien ansässige Menschen mit Migrationshintergrund und längerfristiger Aufenthaltsperspektive:

  • Zielgruppe 1 sind die im Projekt ausgebildeten und tätigen GesundheitslotsInnen
  • Zielgruppe 2 sind die TeilnehmerInnen von Infoveranstaltungen und Workshops
  • Zielgruppe 3 sind die Angehörigen der Zielgruppen 1 und 2 (indirekte Zielgruppe)
  • Zielgruppe 4 sind Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund
04.06.2019

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