Ernährungskompetenz in Deutschland

Herausgeber: Kolpatzik, K. & Zaunbrecher, R.
Erscheinungsjahr: 2020

Überlick

Ob man Nährwertkennzeichnung richtig nutzt, Lebensmittel selbst zubereitet, gesunde Vorräte lagert, Mahlzeiten bewusst einplant, trotz knapper Mittel sich gesund ernährt, gemeinsam isst, Süßem widerstehen kann oder die richtigen Snacks wählt – all das gehört per Definition zur sogenannten Ernährungskompetenz. Um diese ist es in Deutschland aber nicht allzu gut bestellt, wie eine aktuelle Studie des AOK-Bundesverbandes zeigt. Demnach verfügt mehr als die Hälfte der Bundesbürger (53,7 Prozent) über eine problematische oder gar inadäquate Ernährungskompetenz (Food Literacy). Für die von der Agentur „Facit Digital“ durchgeführte Erhebung wurden knapp 2.000 Personen zu acht Themenfeldern befragt.

Die wichtigsten Ergebnisse er Studie

  • Mit 53,7 Prozent verfügen über die Hälfte der Befragten über eine problematische oder inadäquate Ernährungskompetenz.
  • Bei 1,3 Millionen Erwachsenen oder 2,1 Prozent liegt eine inadäquate Ernährungskompetenz vor.
  • Frauen haben eine deutlich höhere Ernährungskompetenz: 53 Prozent von ihnen verfügen über eine ausreichende oder exzellente Kompetenz – gegenüber 39 Prozent bei den Männern.
  • Mit dem Alter steigt auch die Ernährungskompetenz: 57,4 Prozent der 60- bis 69-Jährigen erreichen eine ausreichende oder exzellente Kompetenz. In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen sind dies nur 37,1 Prozent.
  • Zwischen Befragten mit und ohne Migrationshintergrund bestehen kaum Unterschiede in der Ernährungskompetenz.
  • Bildung und Einkommen hängen eng mit der Ernährungskompetenz zusammen. Je höher der Bildungsabschluss beziehungsweise das Einkommen der Befragten, desto höher auch die Fähigkeiten im Bereich der Ernährungskompetenz.
  • Die Messung der Ernährungskompetenz erfolgte in acht unterschiedlichen Bereichen. Der Vergleich von Lebensmitteln und das Planen der Mahlzeiten fiel den Befragten am schwersten. Vergleichsweise leicht fiel den Befragten die Zubereitung von Lebensmitteln.

Weitere Informationen


Text: Auszug der Pressemitteilung des AOK-Bundesverband vom 16. Juni 2020, Berlin
Erstellt: 26.06.2020
26.06.2020

Diesen Beitrag fand ich ...

0 0
Ist Ihnen ein Fehler aufgefallen? Bitte informieren Sie uns unter oepgk@goeg.at.
« zurück