Das war die 4. Mitgliederversammlung

Die 4. Mitgliederversammlung c martin sommer

Vernetzung, gemeinsames Lernen und Aufbau einer Community of Practice zur langfristigen Entwicklung von Gesundheitskompetenz in Österreich sind zentrale Aufgaben der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK). Die Mitgliedsorganisationen der ÖPGK mit ihren Maßnahmen spielen dabei eine zentrale Rolle. Die jährlich stattfinde Mitgliederversammlung im Vorfeld zur 5. ÖPGK-Konferenz bot erfahrenen wie neuen Mitgliedern die Gelegenheit zum schwerpunktübergreifenden Erfahrungsaustausch und stand im Zeichen der Wahl der neuen Mitgliedervertreterinnen und Mitgliedervertreter für das Kern-Team der ÖPGK.

„Ich freue mich sehr, dass heuer bereits die 4. Mitgliederversammlung der ÖPGK stattfinden kann und wir so herzlich in St. Pölten empfangen werden. Denn es sind die Mitglieder, die mit ihren Projekten, Maßnahmen und ihrem Engagement die Plattform mit Leben erfüllen und die als Umsetzerinnen und Umsetzer einen maßgeblichen Anteil daran haben, das Thema Gesundheitskompetenz in Österreich nachhaltig zu etablieren.“, eröffnete die Vorsitzende der ÖPGK, Christina Dietscher, die 4. Mitgliederversammlung am 18. September 2019 in St. Pölten. Die Mitgliederversammlung und Jubiläumskonferenz fanden 2019 in Kooperation mit dem NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS), der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse (NÖGKK) und dem Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) statt.

Digitalisierung braucht Gesundheitskompetenz


Seitens der Mitveranstalter und Kooperationspartner nahmen die Abteilungsleiterin der NÖGKK, Mag.a Barbara Gravogl, MPH und die Abteilungsleiterin im NÖGUS, Initiative »Tut gut!«, Mag.a Alexandra Pernsteiner-Kappl an der Mitgliederversammlung teil.

In ihren Grußworten bezog sich Gravogl auf das Thema der Jubiläumskonferenz „Digitalisierung braucht Gesundheitskompetenz“ und verwies auf das vielfältige Angebot der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse: „Im Mittelpunkt stehen dabei die niederschwellige Verfügbarkeit für alle Versicherten, durch einen guten Mix an digitalen, wie „klassischen“ Angeboten, um das Wissen und Urteilsvermögen rund um Gesundheitsinformation zu stärken und zu fördern.“

Pernsteiner-Kappl gab einen Einblick in die Arbeitsschwerpunkte der Initiative »Tut gut!« und betonte: „Gesundheitskompetenz wird immer wichtiger und muss bereits frühzeitig, etwa bei Kindern und Jugendlichen, gefördert werden. In diesem Sinne hat sich das Projekt #ich bin geko zum Ziel gesetzt, das Thema nachhaltig in den Bildungsbereich zu implementieren. Hier werden neben den Lehrpersonen auch die Schülerinnen und Schüler aktiv einbezogen.“.

Wahl der Mitgliedervertreterinnen und Mitgliedervertreter für das Kern-Team


Für das Kern-Team der ÖPGK sind insgesamt drei auf drei Jahre zeitlich begrenzte Kern-Teammitglieder und eine Vertretung, die aus dem Kreis der Mitglieder der ÖPGK direkt gewählt werden, vorgesehen.

Zur Wahl stellten sich Johannes Oberndorfer (Geschäftsführer, RMA Gesundheit GmbH), Sandra Stuiber-Poirson (Organisatorische Leitung; neunerhaus Gesundheitszentrum), Inge Zelinka-Roitner (Bereichsleitung Kindergarten/Schule, Styria vitalis) und ihre Kollegin Gerlinde Malli (Bereichsleitung Gemeinde, Styria vitalis) als Vertretung. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der auch die jeweiligen Projekte kurz vorgestellt wurde und Praxiserfahrungen ausgetauscht werden konnten, wurden die Kandidatinnen und Kandidaten in geheimer Wahl einstimmig gewählt.

„Ich gratuliere den neuen Mitgliedervertreterinnen und Mitgliedervertretern ganz herzlich zur Wahl und möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei den ausscheidenden Vertreterinnen, Felice Gallé (Frauengesundheitszentrum, Graz) und Daniela Kern-Stoiber (bOJA – bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit) für ihr Engagement und große Unterstützung in den letzten Jahren ganz herzlich zu bedanken.“, gratulierte Dietscher.

Schwerpunkt-übergreifende Themeninseln


Nach einem kurzen Überblick über die Arbeitsweise und Arbeitsstruktur der Plattform wurde den Anwesenden ein Überblick über erreichte und kommende Meilensteine, nützliche Tools und Produkte aus den Schwerpunkten der ÖPGK – Gute Gesundheitsinformation Österreich, Gute Gesprächsqualität im Gesundheitssystem, Rahmenbedingungen in Organisationen und Setting, Bürger- und Patientenempowerment und Gesundheitskompetenz-Erhebung – gegeben. Diese wurden in insgesamt sechs Themeninseln diskutiert und beraten. Dabei konnten neue Impulse zur Weiterentwicklung der Schwerpunkte, nützliche Anregungen für Produkte und Tools gegeben, sowie erste Anwendungserfahrungen beraten werden.

Digitalisierung im Gesundheitsbereich mit wichtigen Vorzeigeprojekten aus Niederösterreich


Die Mitgliederversammlung wurde mit den Abschlussworten von Landesrat Martin Eichtinger (Landesrat für Wohnbau, Arbeit und internationale Beziehungen; Vorsitzender NÖ Gesundheits- und Sozialfonds) beschlossen. Er betonte, dass Niederösterreich im Zusammenhang mit der Digitalisierung im Gesundheitsbereich einige wichtige Vorzeigeprojekte vorzuweisen habe. Hierzu zählen die Gesundheitsberatung 1450, die Notruf-App und die E-Medikation: „90 Prozent der Apotheken haben die E-Medikation bereits, auch 90 Prozent der Ärzte.“ Die Notruf-App sei darüber hinaus ein grenzüberschreitendes Projekt, auch in Tschechien und der Slowakei sowie in Kürze auch in Ungarn könne die App verwendet werden. Die Jubiläumskonferenz am kommenden Tag werde daher ausreichend Gelegenheit bieten, Vorzeigebeispiele zu präsentieren und zu diskutieren.

Fotos von der 4. Mitgliederversammlung


Mitglied werden


Die ÖPGK lädt alle im Bereich Gesundheitskompetenz tätigen Organisationen ein, Mitglied bei der ÖPGK zu werden. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, um die Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung zu stärken – abgestimmt, effizient und sozial nachhaltig. Alle Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie hier

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25.10.2019

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