6. EUFEP Kongress: (Un)seriöse Gesundheitsinformationen – Erkennen – Verstehen – Entscheiden

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Der diesjährige Kongress von EUFEP (Europäisches Forum für evidenzbasierte Prävention) fand unter dem Motto „(Un)seriöse Gesundheitsinformationen – Erkennen – Verstehen – Entscheiden“ am 16.Jänner 2020 in Perchtoldsdorf statt.

Die internationalen Vortragenden berichteten über ihre Forschungsarbeiten und Erfahrungen mit sogenannten „fake news“, also Gesundheitsinformationen, die falsche Inhalte transportieren. Die Konsequenzen solcher fake news beschrieb etwa Riko Muranaka (Universität Kyoto, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin) im Falle der HPV-Impfung in Japan, bei der Falschinformationen zu einem Rückgang der Durchimpfungsrate von ca. 70% auf 1% führten.

Aber auch Umgang mit potenziell unseriösen Gesundheitsinformationen und wie man die Bevölkerung dabei unterstützen kann, diese zu erkennen, war Thema des gut besuchten Kongresses. Peter Nowak von der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) und langjähriger Experte im Bereich von Gesundheitskompetenz sprach über den doppelten Schaden, den „schlechte“ Gesundheitsinformationen für die Bevölkerung haben: Neben der falschen Information selbst entsteht auch ein Vertrauensverlust, der negative Auswirkungen auf ihre Gesundheitskompetenz und – aus einer salutogenetischen Sicht – im Endeffekt auf ihre Gesundheit haben kann.

Edith Flaschberger, die für den Schwerpunkt „Gute Gesundheitsinformation“ der ÖPGK zuständig ist, moderierte einen Vortragsblock, bei dem es um Initiativen für Services für Bürger/-innen geht, gute Gesundheitsinformationen bereitzustellen und Gesundheitsmythen zu entkräften: „medizin-transparent.at“ aus Österreich und Mitglieder der ÖPGK, „gesundheitsinformation.de“ aus Deutschland und „Behind the Headlines“ aus Großbritannien.

Über das Europäische Forum für evidenzbasierte Prävention (EUFEP)

Das Europäische Forum für evidenzbasierte Prävention (EUFEP) ist eine internationale Plattform über Best Practices bei evidenzbasierten Präventionsprogrammen. Der Kongress wird von der Donau-Universität Krems und dem Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) veranstaltet. Zusätzlich wird der Kongress von der Initiative „Tut gut“, dem Land Niederösterreich, Cochrane Österreich und der Landes-Kliniken-Holding unterstützt.

„Unser Ziel ist es, den Menschen mehr Sicherheit beim Umgang mit Informationen im Internet zu geben. Auch das zählt zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung“, so NÖGUS Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger.

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23.01.2020

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