Bürger- und Patientenempowerment

Während sich die anderen Schwerpunkte der ÖPGK  vor allem an Expertinnen und Experten richten, zielt dieser Schwerpunkt direkt auf die Bürgerinnen und Bürger ab. Eine Reihe von Partnern und Mitgliederorganisationen der ÖPGK bieten bereits Schulungen zu Fragen der Gesundheitskompetenz an. Die ÖPGK selbst unterstützt die Initiative 3 Fragen für meine Gesundheit.

3 Fragen für meine Gesundheit

Die Initiative trägt dazu bei, die Kommunikation zwischen Patientinnen/Patienten und Gesundheitsfachkräften auf schnelle und effektive Weise zu verbessern. Patientinnen und Patienten werden dazu ermutigt, im Gespräch mit Gesundheitsfachkräften zumindest 3 Einstiegsfragen zu stellen. Diese Fragen lauten:

  1. Was habe ich?
  2. Was kann ich tun?
  3. Warum soll ich das tun?

Diese drei Fragen kann man sich gut merken und sie sind für Patientinnen/Patienten in vielen Gesprächen wichtig. Sie werden dadurch in ihrer gesundheitskompetenten Kommunikation gestärkt und dazu befähigt, sich als Partnerinnen/Partner aktiv in ihre Gesundheitsversorgung einzubringen. Gesundheitsfachkräfte werden dazu ermutigt, Patientinnen und Patienten zum Fragenstellen zu ermuntern und sicherzustellen, dass Patientinnen und Patienten die Antworten auf diese zentralen drei Fragen gut verstehen.

3 Fragen für meine Gesundheit in Österreichischer Gebärdensprache

Patientenrechte zur Unterstützung von Gesundheitskompetenz

Patientenrechte leisten einen Beitrag zum Empowerment und können daher ein wichtiger Faktor für bessere Outcomes im Gesundheitssystem sein. Im Rahmen eines ersten Rechercheprojekts 2020 wurde festgestellt, dass es einen erheblichen Bedarf an besserer Umsetzung und Ausgestaltung von Patientenrechten im Zusammenwirken mit Gesundheitskompetenz gibt. In einem Folgeprojekt 2021 wird es um die Entwicklung von konkreten Umsetzungsvorschlägen zur Verbesserung der Patientenrechte geben.