Zahlenkompetenz trifft auf Risikokommunikation

Gesundheitsinformationen verwenden häufig Zahlen und Grafiken – etwa um den Nutzen oder das Risiko einer Behandlung darzustellen. Zwar können Diagramme bei der Erfassung von Informationen eine große Hilfestellung sein, allerdings sollten diese genau und kritisch betrachtet werden.

Das Institut für Gesundheitsförderung und Prävention (IfGP) zeigt im Rahmen von Projekten zur Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz sowie der organisationalen Gesundheitskompetenz für die Versicherungsanstalt öffentlicher Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB), die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), den Dachverband der Sozialversicherungsträger (DVSV) sowie den Gesundheitsfonds Steiermark auf, wie mit Zahlen getrickst wird ohne zu lügen und worauf zu achten ist, wenn man selbst Gesundheitsinformationen heraus gibt.

Eine Übung zu Zahlenkompetenz – Risikokommunikation

Anlässlich des internationalen Aktionsmonats für mehr Gesundheitskompetenz, den die ÖPGK unter dem Motto „Von Guten Gesundheitsinformationen profitieren alle“ aus österreichischer Sicht aufgreift, dürfen wir Ihnen nachfolgende Übung, die Peter Holler und Jürgen Soffried vom IfGP zusammen gestellt haben, vorstellen.

„Gibt es einen Unterschied zwischen einem Drittel weniger und einem Ereignis weniger? Ja? Nein? Weiß nicht? Vielleicht? Hab Angst!!? Finden Sie es heraus mit einem Übungsbeispiel! Und dann führen Sie Ihr berufliches und privates Umfeld aufs Glatteis! Viel Spaß beim Üben und Üben lassen! Und künftig fragen Sie als Patient/-in nach den Zahlen, die Ihnen wirklich weiter helfen. Als Auftraggeber/-in, Ersteller/-in und Verteiler/-in von Gesundheitsinformationen achten Sie künftig darauf, dass jene Zahlen dargestellt werden, die die Nutzerinnen und Nutzer der Information benötigen. Viel Erfolg!“, fassen die beiden Autoren den gewünschten Nutzen der Übung zusammen.

Welche Aussage ist richtig?

Das Übungsbeispiel geht von einer fiktiven Medikamenten-Studie aus und stellt zwei Grafiken vor. Anschließend sind Sie aufgefordert festzustellen, welche Aussagen richtig sind.

Autoren: Peter Holler, BEd, BSc, MA & Dr. Jürgen Soffried, MPH; Beide: Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH

Erstellt: 29.09.2020

27.09.2020

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