Gesundheitskompetente Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen. Ergebnisse einer österreichischen Machbarkeitsstudie zum Self-Assessment der organisationalen Gesundheitskompetenz in Krankenhäusern

Autorinnen/Autoren: Dietscher, C. und Pelikan, J.
Erscheinungsjahr: 2017

Die Gesundheitskompetenz zu verstehen, zu bewerten und anzuwenden hat international, aber auch national in Österreich hohe gesundheitspolitische Konjunktur, so die Autorin und der Autor des Buchkapitels. Von den USA ausgehend hat sich eine Forschungstradition entwickelt, grundlegende bildungsbezogene Fähigkeiten (z. B. Sprach- und Lesefähigkeit, Rechenfähigkeit oder die Fähigkeit, neue Medien zu nutzen) mit der Gesundheit der Bevölkerung in Bezug zu setzen. Entsprechende Studien zeigen einen hohen Zusammenhang zwischen der Basisbildung, anderen Indikatoren des sozialen Status und der Gesundheit.

Gesundheitskompetenz ist eine wichtige beeinflussbare Gesundheitsdeterminante. In der Krankenbehandlung beeinflusst die Gesundheitskompetenz die Qualität von Behandlungsentscheidungen und -ergebnissen. Gesundheitskompetenz – verstanden als Verhältnis individueller Fähigkeiten zu Systemanforderungen – kann auch durch Systemgestaltung (Anpassung der Informations- und Kommunikationsqualität an Zielgruppenbedürfnisse) gefördert werden. Die Autorin und der Autor entwickelten dafür ein Konzept (WKGKKO), das mit Hilfe eines Selbstbewertungsinstruments (WGKKO-I) an das Qualitätsmanagement anschlussfähig ist.

Ergebnisse: Das WKGKKO-I wurde als sehr verständlich, der Selbstbewertungsprozess als machbar und zumutbar eingeschätzt.

 

Referenz:

Dietscher, C. and Pelikan, J.M. (2017) ‘Health-literate hospitals and healthcare organizations. Results from an Austrian feasibility study on the self-assessment of organizational health literacy in hospitals’, in D. Schaeffer and J.M. Pelikan (eds) Health Literacy. Forschungsstand und Perspektiven, Bern: hogrefe, S. 303–13.

13.10.2018

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