Wissenschaftliche Konzepte & Studien

Hier finden Sie ausgewählte wissenschaftliche Literatur zum Thema Gesundheitskompetenz.

Der aus dem angloamerikanischen Raum stammende Begriff „Health Literacy“ wurde ursprünglich im Kontext der medizinischen Versorgung verwendet. Ende der 1990er-Jahre fand der Begriff auch in den Bereich der Gesundheitsförderung Eingang. Spätestens seit der Veröffentlichung der Ergebnisse des European Health Literacy Surveys im Jahre 2012 gewann das Thema Gesundheitskompetenz aufgrund der festgestellten Defizite der Bevölkerung auch in Österreich an Bedeutung.

Wissenschaftliche Konzepte, Methoden der Messung, Evaluation, Wirkungsforschung oder die Ergebnisse zielgruppenspezifischer Interventionen zum Thema Gesundheitskompetenz bilden die theoretischen Grundlagen für praktische Maßnahmen.

Liste wissenschaftlicher Konzepte & Studien

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Welche Erkenntnisse gibt es zu bestehenden Handlungskonzepten und verbundenen Maßnahmen sowie deren Wirksamkeit zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz auf Landes-, Regions- und Organisationsebene in der Europäischen Region der WHO?

Zielsetzung dieses Berichts ist die Beantwortung der Frage „Welche Erkenntnisse gibt es zu bestehenden Handlungskonzepten und verbundenen Maßnahmen sowie deren Wirksamkeit zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz auf Landes-, Regions- und Organisationsebene in der Europäischen Region der WHO?“

Gesundheitskompetente Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen. Ergebnisse einer österreichischen Machbarkeitsstudie zum Self-Assessment der organisationalen Gesundheitskompetenz in Krankenhäusern

Dieses Buchkapitel stellt die Entwicklung eines Selbstbewertungsinstruments (Wiener Konzept gesundheitskompetente Krankenbehandlungsorganisationen,
WKGKKO-I) für die organisationale Gesundheitskompetenz von Krankenhäusern und die Machbarkeitsstudie zu dessen Praxistauglichkeit dar.

Organisationale Gesundheitskompetenz: Ein Überblick über 19 verschiedene Begriffe

Eine große Anzahl von Begriffen, die organisationale Gesundheitskompetenz beschreiben, macht es schwer, sich im Dschungel der Begrifflichkeiten zurechtzufinden. Was bedeutet organisationale Gesundheitskompetenz und wie kann es in verschiedenen Kontexten des Gesundheitswesens angewandt werden? Eine Bestandsaufnahme.

Die zehn Merkmale einer gesundheitskompetenten Organisation

Das Diskussionspapier des Roundtable Health Literacy des Institute of Medicine (USA), das 2012 veröffentlicht wurde, leitete einen Paradigmenwechsel in der Health Literacy Forschung ein. Dieses Papier stellt 10 Merkmale Gesundheitskompetenter Krankenversorgungsorganisationen vor. Organisationen, die diese Merkmale umsetzen, fördern eine Umgebung, die Personen befähigt, die angebotenen Gesundheitsdienstleistungen optimal zu nutzen und bestmöglich von ihnen zu profitieren.

Organisationale Rahmenbedingungen zur Stärkung von Gesundheitskompetenz in Organisationen und Settings: Entwicklungen, Kurskorrekturen und neue Themen der Gesundheitskompetenz-Forschung

In ihrem Kapitel beschreibt Rima Rudd die Entwicklung der Gesundheitskompetenz-Forschung. Sie geht auf Irrwege, Forschungsdilemmas ein, und gibt Einblicke in neuere Definitionen und Richtungen. Sie rät den Forscherinnen/Forschern: “Thinking outside of the box” – Erst neuere Studien fokussieren auf Schlüsselvariablen, die in frühen Studien fehlten – nämlich die Kommunikationsfähigkeiten der Angehörigen der Gesundheitsberufe und die gesundheitskompetente Gestaltung von Gesundheitseinrichtungen.

Gesundheitskompetente Krankenbehandlungsorganisationen. Machbarkeitsstudie zur organisationalen Selbstbewertung mit dem Wiener Instrument in österreichischen Krankenhäusern

Das von den Autoren entwickelte “Wiener Konzept gesundheitskompetente Krankenbehandlungsorganisationen” (WKGKKO) erweitert das Konzept der Gesundheitskompetenten Organisation von Brach et al. 2012 nicht nur um (1) spezifische Aspekte der Gesundheitsförderung und des Qualitätsmanagements, sowie (2) um die berücksichtigten “stake holder” / Zielgruppen der Gesundheitskompetenz, sondern auch um ein (3) entwickeltes Selbst-Bewertungsinstrument für Krankenhäuser (WKGKKO-I).

Warum sollten und wie können Krankenhäuser ihre organisationale Gesundheitskompetenz verbessern?

Geringe Gesundheitskompetenz führt zu ungenaueren Diagnosen und weniger wirksamen Behandlungsentscheidungen, zu einem schlechteren Einhalten von Verschreibungen und damit tendenziell zu schlechteren Gesamtergebnissen. Wie Krankenhäuser die GK von (potenziellen) Patientinnen/Patienten, aber auch anderen Stakeholdern verbessern oder deren geringe GK ausgleichen können, stellen die Autoren am Beispiel des „Wiener Konzepts“ (Pelikan/Dietscher) dar.

Merkmale, Werte, Praktiken und Fähigkeiten einer gesundheitskompetenten Organisation – ein konzeptioneller Rahmen

Welche Werte, Praktiken und Fähigkeiten benötigt eine (Gesundheits-)Organisation, um effektiv auf die Bedürfnisse ihrer Nutzerinnen/Nutzer (Patientinnen/Patienten) im Bereich der Gesundheitskompetenz reagieren zu können? Die Studienautorinnen/-autoren haben einen konzeptionellen Rahmen entwickelt, der als Richtschnur für die Planung und Begleitung von Verbesserungsmaßnahmen in Organisationen in Richtung mehr Gesundheitskompetenz dient.

Der Weg hin zu einer gesundheitskompetenten Organisation

„Eine gesundheitskompetente Organisation erleichtert es den Menschen Informationen und Dienste zu navigieren, zu verstehen und zu benutzen, um auf ihre Gesundheit zu achten“, so die Autorin des Kapitels. Das Buchkapitel hebt die Erfahrungen von drei Organisationen (USA) hervor, die sich zum Ziel gesetzt haben, organisationale Gesundheitskompetenz zu erlangen: Carolinas Health Care System (CHS), Intermountain Healthcare und Northwell Health.

Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz und der Gesundheit der gesamten Bevölkerung

Neben der Anwendung im Gesundheitswesen fasst Gesundheitskompetenz auch in anderen Settings Fuß. Gesundheitskompetenz-Strategien und Bewertungsinstrumente liegen nunmehr für unterschiedliche Formen von Settings vor - von Schulen, Jugendzentren, Gesunden Städten bis hin zu Betrieben/Arbeitsplätzen. Dadurch erschließen sich Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz und der Gesundheit der gesamten Bevölkerung.