1. ÖPGK-Messe

Information, Interaktion, Vernetzung

Zum ersten Mal findet eine ÖPGK-Messe statt. Im Zentrum stehen:

  • Informations- und Wissenstransfer: fachliche Inputs aus Praxis und Forschung, Vorstellung von Gesundheitskompetenz-Projekten
  • Interaktion: Austausch mit Austeller:innen, Expert:innen und interaktive Workshops
  • Vernetzung: Begegnungen nutzen – Synergien schaffen

Die Teilnahme an der ÖPGK-Messe ist kostenlos. Die Einladung richtet sich an Vertreter:innen aus Institutionen, Entscheidungsträger:innen und Akteur:innen im Bereich Gesundheitskompetenz sowie all jene, die sich für das Thema Gesundheitskompetenz interessieren.

Programm

Eröffnung & Begrüßung

  • Katharina Reich, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
  • Christina Dietscher, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Vorsitzende der ÖPGK

Fachvortrag

  • Gesundheitskompetenz-Interventionen zur Prävention nicht übertragbarer Erkrankungen
    Robert Griebler, Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Gesundheitssystem, Gesundheit Österreich GmbH

Projektpräsentationen

Aussteller:innen präsentieren ihre Maßnahmen

Workshops

  • mental health days
  • Vernetzungstreffen: GK Kinder & Jugendliche
  • Schnuppertraining: Kommunikationstraining für Gesundheitsberufe (Beginn: 10:30 Uhr)

Mittagspause

Ein leichtes Mittagessen steht für Sie bereit.

Fachvortrag

  • Zwischen Faktencheck und generativer KI: Welche Gegenmaßnahmen wirken noch und für wen?

    Christopher Jones, Medizinische Fakultät Mannheim, Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit (CPD)

Projektpräsentationen

Aussteller:innen präsentieren ihre Maßnahmen

Workshops

  • KI-Chatbots und Gesundheitsinformationen
  • Navigation in Gesundheitseinrichtungen
  • Qualitätsvolle Berichterstattung zu Gesundheitsthemen

Verleihung Österreichischer Gesundheitskompetenz-Preis

Kategorien: 

  • Kategorie Praxis
  • Kategorie Medien

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Abschlussworte

  • Christina Dietscher, Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Vorsitzende der ÖPGK

Fachvorträge

Gesundheitskompetenz-Interventionen zur Prävention nicht übertragbarer Erkrankungen

Robert Griebler, Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Gesundheitssystem, Gesundheit Österreich GmbH

Gesundheitskompetenz gilt als wichtige Voraussetzung für die Prävention nicht übertragbarer Erkrankungen. Doch welche Interventionen fördern Gesundheitskompetenz wirksam und können dadurch zur Verringerung von Krankheitsrisiken beitragen? Im Rahmen der Europäischen Joint Action PreventNCD wurden internationale Studien zu Gesundheitskompetenz-Interventionen systematisch aufgearbeitet, um diese Frage zu beantworten. Der Vortrag bietet einen Überblick über die aktuelle Evidenz, identifiziert bestehende Forschungslücken und diskutiert deren Bedeutung für Österreich.

Zwischen Faktencheck und generativer KI: Welche Gegenmaßnahmen wirken noch und für wen?

Christopher Jones, Medizinische Fakultät Mannheim, Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit

Gesundheitsbezogene Falschinformationen sind kein neues Phänomen, doch digitale Verbreitungswege, identitätswirksame Narrative und zuletzt auch generative KI erhöhen ihre Wirkmacht und Reichweite. Wer gegensteuern will, muss zunächst verstehen, was Falschinformation ausmacht und wer besonders betroffen ist. Der Vortrag zeigt, welche Gegenmaßnahmen evidenzbasiert wirken – zentral hier auch kompetenzorientierte Ansätze -, wo ihre Grenzen liegen, für wen sie tragen und warum es Ansätze auf mehreren Ebenen braucht.

Workshops

mental health days

Beschreibung folgt in Kürze

Vernetzungstreffen: GK Kinder & Jugendliche

  • Durchgeführt von: Lisa Gugglberger (Gesundheit Österreich GmbH)
  • Impulse: Ursula Griebler (Donau-Universität Krems), Esther Lurf (BMB), Daniela Kern-Stoiber (bOJA)

Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen ist ein Thema, das Akteur:innen aus unterschiedlichen Bereichen beschäftigt. Dazu zählen Forschung, praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Gestaltung von Rahmenbedingungen. Dieses Vernetzungstreffen bringt Personen aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung zusammen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Kurze Inputs aus allen drei Bereichen geben einen Einblick in aktuelle Perspektiven und Entwicklungen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen vertieft auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen.

Schnuppertraining: Kommunikationstrainings für Gesundheitsberufe

  • Durchgeführt von: Birgit Hladschik-Kermer (Kommunikationstrainerin nach ÖPKG-tEACH Standard), Alexander Fennon (Schauspielpatient)

Reden kann doch jede:r, oder?! Probieren Sie es aus und schlüpfen Sie in die Rolle von Gesundheitsmitarbeitenden. In einem simulierten Gespräch mit einem Schauspielpatienten/ einer Schauspielpatientin können Sie konkrete, gerne auch herausfordernde Gesprächssituationen praxisnah erproben und erleben, wie Ihre Gesprächsführung den weiteren Verlauf beeinflusst. Dabei erhalten Sie einen kompakten Einblick in die Kommunikationstrainings nach dem ÖPGK-tEACH-Standard und lernen zentrale Elemente guter Gesprächsqualität kennen.

KI, Chatbots und Gesundheitsinformationen

  • Durchgeführt von: Martina Nitsch (Gesundheit Österreich GmbH)

Es werden Potenziale und Grenzen von KI-Chatbots im Bereich Gesundheitskompetenz diskutiert sowie praktische Hinweise zur Nutzung von KI-Chatbots zu Gesundheitsfragen vermittelt. Anhand von Beispielen wird erarbeitet, worauf man bei der Bewertung von KI-generierten Gesundheitsinformationen achten sollte.

Navigation in Gesundheitseinrichtungen

  • Durchgeführt von: Lisa Gugglberger (Gesundheit Österreich GmbH), Stefanie Schöffmann (look! Design – Visuelle Kommunikation, Raum & Szenografie e.U.)

Gute Orientierung in Gesundheitseinrichtungen ist mehr als Beschilderung: Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von Raum, Information, Sprache und Gestaltung. Ein gut durchdachtes Leitsystem reduziert Unsicherheit und Stress, unterstützt selbstständiges Handeln und hilft Patient:innen, Besucher:innen und Mitarbeitenden, sicher ans Ziel zu kommen. In diesem Workshop wird anhand praktischer Beispiele gezeigt, worauf es bei guter Orientierung ankommt – von Lesbarkeit, Kontrasten und Typografie über verständliches Wording und Informationshierarchie bis hin zu Wegführung und räumlicher Gestaltung. Simulationsbrillen, Materialmuster sowie ausgewählte Beispiele machen unterschiedliche Perspektiven unmittelbar erlebbar. Ergänzend wird die neue Checkliste „Navigation in Gesundheitseinrichtungen“ der ÖPGK vorgestellt, mit der Organisationen ihre Orientierung aus Sicht der Nutzer:innen systematisch überprüfen und Verbesserungspotenziale erkennen können.

Qualitätsvolle Berichterstattung zu Gesundheitsthemen

  • Durchgeführt von:  Bernd Kerschner (Donau-Universität Krems – Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie)

Dieser Workshop richtet sich an Journalist:innen und gibt einen Einblick in qualitätsvolle Berichterstattung zu Gesundheitsthemen. Wie sich eine Gesundheitsbehauptung aussagekräftig in Studien überprüfen lässt, wird ebenso vermittelt wie Informationen zu verschiedenen Studienarten und ihrer unterschiedlichen Aussagekraft. Auch Kriterien sogenannter „Guter Gesundheitsinformation“ werden vorgestellt.

Österreichischer Gesundheitskompetenz-Preis 2026

Im Rahmen der Messe wird der Österreichische Gesundheitskompetenz-Preis in den Kategorien Praxis und Medien verliehen. Alle zugelassenen Aussteller:innen der ÖPGK-Messe sind automatisch für den Gesundheitskompetenz-Preis 2026 in der Kategorie „Praxis“ nominiert. Die Präsentation erfolgt anhand von Postern, ergänzt durch einen 1-minütigen Elevator Pitch auf der Bühne. Unter allen präsentierten Projekten wird ein Preis in Höhe von EUR 2.000,00 vergeben. Die Bewertung erfolgt durch Fachjury und Publikum.

Aussteller:innen

Dachverband der Sozialversicherungsträger – BVAEB, ÖGK, PV, SVS, IfGP, AUVA

Das strategische Ziel der Arbeitsgruppe gesundheitskompetente Sozialversicherung (AG GK SV) ist ein trägerübergreifend und gesundheitskompetentes österreichisches Sozialversicherungssystem. Die AGGK SV hat 10 Handlungsfelder definiert, um die individuelle Gesundheitskompetenz der Versicherten und die organisationale Gesundheitskompetenz der Sozialversicherungsträger zu stärken. In der Arbeitsgruppe werden aktuelle und zukünftige Projekte der Sozialversicherungsträger diskutiert und mögliche Kooperationsfelder eruiert.

Österreichische Gesundheitskasse

Der Begleitprozess befähigt Primärversorgungseinheiten, Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitskompetenz langfristig im Praxisalltag zu verankern. Durch Qualifizierung, Organisationsentwicklung und Qualitätssicherung werden gesundheitsförderliche und gesundheitskompetente Strukturen aufgebaut und weiterentwickelt.

Medizinische Universität Graz, Research Unit for Safety an Sustainabilty in Health Care, Univ. Klinik für Chirurgie, Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

In der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit elektiven Eingriffen (wie z.B. Hüft- oder Kniegelenksersatz) bestehen erhebliche Lücken hinsichtlich Information, Vorbereitung und Nachbetreuung. CoPilot-Gesundheit schließt diese Lücken und fördert die Gesundheitskompetenz nachhaltig: Die Patient Journey App macht die Patientinnen, Patienten und Angehörigen durch gezieltes Wissen und interaktive Begleitung zu kompetenten Akteuren  ihres eigenen Heilungsprozesses und verbessert dadurch die Behandlungsqualität sowie das Selbstmanagement.

Medizinische Rehabilitand*innen durch professionell digital gesundheitskompetente Reha-Gesundheitsfachkräfte personzentriert auf Basis des bio-psychosozialen Modells der ICF in ihrer digitalen Gesundheitskompetenz fördern.

Pensionsversicherungsanstalt, Chefärztlicher Bereich (HCHB)

Reha-Patientinnen und -patienten werden im Rahmen ihrer medizinischen Rehabilitation dazu motiviert und angeleitet, sich selbständig und kritisch mit digitalen Gesundheitsinformationen auseinanderzusetzen sowie seriöse, für sie relevante digitale Gesundheitsangebote zu nutzen.

pro mente Austria – Österreichischer Dachverband der Vereine und Gesellschaften für psychische und soziale Gesundheit

Der Workshop "Erste Hilfe für die Seele – Teens" (EHFDS-Teens) wurde speziell für Jugendliche entwickelt, um ihnen dabei zu helfen, anderen Jugendlichen mit psychischen Gesundheitsproblemen beizustehen. Es vermittelt ihnen grundlegende, evidenzbasierte Kenntnisse und Fähigkeiten in Erster Hilfe für psychische Gesundheit, um erste Unterstützung zu leisten, bis eine erwachsene, verantwortliche und vertraute Person übernehmen kann.

Medizin transparent an der Universität für Weiterbildung Krems

Seit 15 Jahren prüft Medizin transparent Gesundheitsbehauptungen aus Werbung und (sozialen) Medien nach den strengen Kriterien der evidenzbasierten Medizin. Das Ziel des Praxisprojekts MT@SCHOOL ist es, basierend auf der Expertise der Faktenchecker:innen von Medizin transparent, die digitale Gesundheitskompetenz von Jugendlichen zu stärken und sie zu befähigen, Gesundheitsinformationen auf Social Media kritisch zu bewerten.

Styria vitalis

www.feel-ok.at wurde entwickelt, um die Gesundheitskompetenz Jugendlicher zu fördern und sie dabei unterstützen, ihren Lebensstil aktiv sowie gesundheitsfördernd zu gestalten. Qualitätsgeprüfte Informationstexte, Videos, Spiele, Tests und Quizformate motivieren Jugendliche, sich in begleiteten Settings wie etwa im schulischen Kontext mit Gesundheitsthemen wie Bewegung, Ernährung, Suchtmittel, Liebe und Sexualität, Klima, Medienkonsum, mentale Gesundheit, Gewalt, Jugendrechte, Finanzen und Demokratie auseinanderzusetzen.

„Tut gut!"-Gesundheitsvorsorge

Das Projekt verfolgt das Ziel, Gesundheitskompetenz als integralen Bestandteil der Gesundheitsförderung in NÖ nachhaltig in bestehenden Strukturen, Programmen und Maßnahmen in der „Tut gut!" Gesundheitsvorsorge GmbH zu verankern. Bereits umgesetzte Maßnahmen umfassen die Entwicklung eines strategischen Grundlagenpapiers, organisationsinterne Sensibilisierungsprozesse sowie Workshops für Mitarbeiter:innen in Programmen der unterschiedlichen Settings (Gemeinden, Bildung, Arbeitswelt, Vorsorgeprogramme).

Wiener Gesundheitsförderung – WiG

Das trägerübergreifende Projekt richtet sich an alle Gesundheitseinrichtungen in Wien sowie an Einzelpersonen (Bürger:innen, Patientinnen/Patienten, Bewohner:innen & Angehörige). Im Zentrum stehen dabei zum einen die Stärkung der Gesundheitskompetenz (organisational und individuell) als auch die Verbesserung der Gesprächsqualität in Gesundheitseinrichtungen.

Wiener Gesundheitsförderung – WiG und Styria vitalis

In der Steiermark wurden von Styria vitalis die Arbeitsmaterialien „GET! Gesunde Entscheidung treffen“ entwickelt. Diese gelten als ein Best Practice Beispiel zur Förderung der Gesundheitskompetenz im Elementarbereich, welche sich ideal auch als Angebot für den Wiener Elementarbereich eignen. Additiv zum bestehenden Angebot hat die Wiener Gesundheitsförderung – WiG ein Train-the-Trainer*innen-Programm konzipiert, um GET nachhaltig im Wiener Elementarbereich zu verankern.

Frauengesundheitszentrum, Graz

Mädchen* und junge Frauen* bekommen (oft auch ungefragt) Tipps zu Gesundheit aus dem Internet, speziell zu Themen wie seelischem Wohlbefinden, Körper, Schönheitsideale, Bewegung, Diäten, Essprobleme, Menstruation, Sexualität und Rollenbilder. Diese entsprechen nur selten den Kriterien guter Gesundheitsinformation und vermitteln ungesunde Schönheits- und Körperideale sowie einengende Rollenbilder. Ziel ist es, Mädchen* und junge Frauen* in einem kritischen und gesundheitskompetenten Umgang mit den sozialen Medien zu stärken.

Institut für Frauen-& Männergesundheit

Ziel ist es, Gesundheitskompetenz in Bezug auf Krankheitsmanagement und Lebensstil von Patient:innen mit koronaren Herzerkrankungen zu stärken. Dabei sollen Patientinnen und Patienten einen adäquaten Umgang mit der Erkrankung sowie der entsprechenden Medikamenteneinnahme für sich finden und lernen. Sie sollen befähigt werden, selbstverantwortlich mit ihrer Herz-Kreislauf-Erkrankung umzugehen und sich für Verhaltensweisen zu entscheiden, die nicht nur Risikofaktoren reduzieren, sondern auch allgemein die Gesundheit stärken und damit die Wahrscheinlichkeit eines Fortschreitens der kardiologischen Erkrankung zu verringern.

Verein Meine Herzklappe

Das Projekt richtet sich an Menschen mit Herzerkrankungen und leistet einen konkreten Beitrag zur Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz – insbesondere für vulnerable und chronisch kranke Menschen. Kern des Projekts ist die Erstellung von leicht lesbaren Patienteninformationen zu verschiedenen Herzerkrankungen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Videoreihe, in der Fragen verständlich beantwortet werden.

Frauengesundheitszentrum, Graz

Das Projekt widmet sich der Frage, wie man Lern-, Lebens- und Arbeitsorte von Mädchen* und Frauen* und allen, die eine Periode haben oder bekommen werden, bedürfnisorientierter gestalten kann und wie man so ihr Umfeld periodengerechter macht. Mädchen* werden in ihrer Gesundheitskompetenz im Umgang mit Zyklus und Menstruation gestärkt und sie werden in ihrem selbstbestimmten Umgang mit Beschwerden gefördert.

Institut Suchtprävention, pro mente OÖ

1.100 Jugendliche beschäftigten sich im Sommersemester 2025 in partizipativen Projekten mit ihren Multiplikator:innen zu unterschiedlichen Aspekten der psychischen Gesundheit und nahmen im Juni 2025 bei den beiden ersten Jugendgesundheitskonferenzen teil. Dabei wurde nicht nur die Gesundheitskompetenz der teilnehmenden Jugendlichen gestärkt, sondern auch, die der Peergroup. Durch die Berichterstattung in regionalen Medien wurde außerdem ein wichtiger Beitrag zur Entstigmatisierung der Thematik geleistet.

Österreichische Plattform für Alleinerziehende (ÖPA)

Der KOMPASS bündelt alle wesentlichen Informationen und Unterstützungsangebote zu den Themen Kinderbetreuung, Wohnen, Finanzen, Gesundheit und Recht. Ein zentraler Schwerpunkt des KOMPASS ist die Förderung der Gesundheitskompetenz von Alleinerziehenden in Österreich. Ziel ist es, einen niederschwelligen Zugang zu verlässlichen Gesundheitsinformationen sowie zu passenden Unterstützungs- und Beratungsangeboten zu schaffen.

LOGO jugendmanagement gemeinnützige gmbh

Das Projekt richtet sich primär an Menschen ab 55 Jahren, insbesondere an jene mit geringer digitaler Gesundheitskompetenz, eingeschränktem Zugang zu digitalen Angeboten oder aus ländlichen bzw. sozial benachteiligten Kontexten. Eine zweite zentrale Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren, die als ehrenamtliche Digi-Guides ausgebildet werden. Sie unterstützen ältere Menschen in Workshops und Sprechstunden und erwerben dabei selbst soziale, mediale und kommunikative Kompetenzen. Beide Zielgruppen werden aktiv in Planung und Umsetzung eingebunden.

aks gesundheit GmbH / Arbeitsbereich Gesundheitsbildung

myBody ist das erste partizipativ entwickelte und gestaltete Coaching-Programm für Jugendliche und junge Erwachsene mit Mehrgewicht in Vorarlberg. Das Programm wurde gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt, um ihre Gesundheit zu fördern, ein positives Körperbild zu stärken und Selbstwirksamkeit erfahrbar zu machen. Ziel des Projekts ist es, Vorurteile gegenüber unterschiedlichen Körperbildern abzubauen, ein positives Körper- und Selbstbild zu fördern sowie das eigene Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern.

Verein NachbarschaftsKultur

31 Waldviertler Gemeinden haben sich zu einem gemeinsamen Verein zusammengeschlossen und die Initiative NachbarschaftsKultur gegründet. Ziel ist es, bestehende Nachbarschaftshilfe-Angebote zu bündeln, soziale Teilhabe zu fördern und Gesundheitskompetenz direkt im Lebensumfeld der Menschen zu stärken.

Gesundheit Österreich GmbH

www.gesundheit.gv.at bietet Bürgerinnen und Bürgern qualitätssichere, evidenzbasierte Gesundheitsinformationen und ermöglicht zugleich den Zugang zu persönlichen Gesundheitsdaten wie ELGA oder dem elektronischen Impfpass. www.gesundheit.gv.at ist seit 2010 online und wurde seither kontinuierlich ausgebaut sowie weiterentwickelt. 2025 verzeichnete gesundheit.gv.at rund 8,6 Millionen Besuche.

Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H

Die Prognosen zeigen, dass die Fallzahlen onkologischer Patientinnen/Patienten in den kommenden Jahren erheblich steigen werden. Die damit verbundenen Herausforderungen erfordern die Nutzung von unterstützenden digitalen Lösungen und eine übergreifende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Sektoren im Gesundheitswesen. Diese kann mittels eHealth-Anwendungen und durch telemedizinische Versorgungsprogramme im Sinne von „digital unterstützt, vor ambulant vor stationär“ realisiert werden. Gemäß dem Erfolgsmodell HerzMobil soll in der Steiermark eine Implementierung des telemedizinischen Versorgungsprogramms OnkoMobil umgesetzt werden.

Klinische Abteilung für Kardiologie, Univ. Klinik f. Innere Medizin II, Universitätsklinikum AKH Wien; Medizinische Universität Wien

An der Universitätsklinik für Innere Medizin II (AKH Wien) wurde die Patient*innenakademie als pflegegeleitetes, interprofessionelles Angebot etabliert. Ziel ist die nachhaltige Förderung der Gesundheitskompetenz von Patientinnen/Patienten mit chronischen Herzerkrankungen sowie deren Angehörigen durch regelmäßige, interprofessionell gestaltete Informationsveranstaltungen. Durch verständlich aufbereitete Informationen, praxisnahe Strategien und den direkten Austausch mit Expertinnen werden die Teilnehmenden dabei unterstützt, informierte Entscheidungen zu treffen, Sicherheit im Umgang mit ihrer Erkrankung zu gewinnen und gesundheitsfördernde Verhaltensweisen im Alltag umzusetzen.

Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol – Koordinationsstelle für Prävention

Um Menschen in sensiblen Lebensphasen frühzeitig zu unterstützen, wurde ein integriertes, präventiv ausgerichtetes Projekt, der Präventionspfad in der Tiroler Landeszielsteuerungskommission beschlossen. Das Ziel besteht darin, mittels strukturiertem Kohortenmanagement Menschen nach einer Einschlussuntersuchung darin zu unterstützten und zu begleiten ihre Risikofaktoren zu minimieren und ihre persönlichen Gesundheitsziele zu erreichen.

Österreichische Gesundheitskasse (im Folgenden ÖGK) Fachbereich Gesundheitsförderung, Prävention und Public Health

„Richtig essen von Anfang an!“ ist ein österreichweites Programm zur Förderung einer gesunden Ernährung von der Schwangerschaft bis ins Kindesalter durch die Steigerung der Gesundheitskompetenz der Zielgruppe. Es werden österreichweit kostenfreie Informations- und Beratungsangebote zum Thema Ernährung für werdende Eltern sowie Eltern von Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren bereitgestellt.

Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Medizinische Universität Graz

Das Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung (IAMEV) setzt verschiedene Projekte und Maßnahmen zur Förderung der GK. Dazu gehören die Entwicklung und Bereitstellung evidenzbasierter Gesundheitsinformationen, die Erforschung von Vertrauen in Gesundheitsinformationen, die Förderung informierter Entscheidungen im Gesundheitswesen sowie die Vermittlung entsprechender Kompetenzen an Gesundheitsberufe und Studierende.

Zentrum für Evaluation (Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation; Universität für Weiterbildung Krems)

Das Zentrum für Evaluation der Universität für Weiterbildung Krems entwickelt einen evidenzinformierten und praxistauglichen Anforderungskatalog für gruppenbasierte Schulungsformate zur Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz. Ein solcher Katalog würde Fachkräften bei der Planung und Umsetzung entsprechender Schulungsformate helfen und Organisationen sowie Fördergebern eine fundierte Grundlage für die Qualitätsentwicklung von Gruppenformaten bieten.

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Plattform wurde 2025 Ehrenpreise verliehen. In der Kategorie Praxis wurde dieser an boJA vergeben, denn: die gesundheitskompetente Offene Jugendarbeit unterstützt junge Menschen in Jugendzentren und in der Mobilen Jugendarbeit dabei, ihre Gesundheitskompetenz zu stärken. Gleichzeitig schafft sie gesunde und nachhaltige Rahmenbedingungen für Jugendliche und Fachkräfte. Durch die Einbindung von Städten und Gemeinden in den Auszeichnungsprozess wird das Thema zudem über die Einrichtungen hinaus sichtbar gemacht. boJA wird mit einem Stand vertreten sein.

Diese Maßnahme geht nicht ins Rennen für den GK-Preis.

PULS Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes

Nur informierte Bürger*innen können bei einem plötzlichen Herzstillstand selbstbewusst handeln und lebensrettende Sofortmaßnahmen anwenden. Das Projekt verfolgt das Ziel diese Lücke zu schließen, u.a. durch öffentliche kostenfreie Schulungen zur Anwendung von Herzdruckmassage und Defibrillator. So entsteht eine aufgeklärte, handlungsfähige Gesellschaft, mit einer „Kultur des Hingreifens“. Im Rahmen der Messen wird interessierten Besucher:innen die Gelegenheit einer Schulung angeboten.

Diese Maßnahme geht nicht ins Rennen für den GK-Preis.