Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland: Studie vergleicht Erhebungen 2014 und 2020

Autor/-in: : Hurrelmann, K., Klinger, J., Schaeffer, D
Erscheinungsjahr: 2020

Die Studie nimmt einen systematischen Vergleich zwischen den Ergebnissen der repräsentativen Erhebung aus dem Jahre 2014 und der aus dem Jahr 2020 vor. Beide Untersuchungen wurden nach demselben methodischen Verfahren mit identischem Fragebogen durchgeführt. Der Zeitvergleich macht deutlich, dass sich die Muster bei der Verteilung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung wenig verändert haben, insgesamt aber während der sechs Jahre eine Verschlechterung der Gesundheitskompetenz eingetreten ist.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Ebenso wie in der ersten Befragung 2014 sieht sich eine Mehrheit der Bevölkerung beim Umgang mit gesundheitsrelevanten Informationen vor große Schwierigkeiten gestellt. Den 2020 Befragten fällt es sogar noch schwerer als denen im Jahr 2014, die komplexen Informationen zu Gesundheit und Krankheit angemessen zu verarbeiten: 64,2 % verfügen über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. Aus den Antworten geht hervor, dass es möglicherweise die Überfülle und mangelnde Strukturiertheit von Informationen ist, die zu diesen Schwierigkeiten führt.
  • Die Muster der Gesundheitskompetenz in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen haben sich im Zeitvergleich nur wenig verändert.
  • Die Ergebnisse beider Studien weisen darauf hin, wie wichtig es ist, stärker in die Förderung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu investieren und geeignete Rahmenbedingungen für eine nutzerfreundliche Gestaltung der Versorgungsangebote zu schaffen. Der „Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz“, der als Reaktion auf die Ergebnisse der ersten Erhebung im Jahr 2018 erstellt wurde, unterbreitet hierzu detaillierte Vorschläge.

 

Weitere Informationen


 

Datum der Veröffentlichung: 26.01.2021

 

26.01.2021

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