In Österreich wurde im Jahr 2024 eine Erhebung zur professionellen Gesundheitskompetenz von Psychiater:innen, Psychotherapeutinnen/-therapeuten sowie Klinischen- und Gesundheitspsychologinnen/-psychologen durchgeführt. Die Befragung untersuchte Kompetenzen in den Bereichen Informations- und Wissensmanagement, Informations- und Wissensvermittlung sowie Patienteneinbindung und Unterstützung von Patientinnen/Patienten bzw. Klientinnen/Klienten im Umgang mit digitalen Informationen. Die Studie wurde von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) durchgeführt und aus Mitteln der Agenda Gesundheitsförderung finanziert. Die Ergebnisse sind nun veröffentlicht.
Zentrale Ergebnisse
- Die befragten Angehörigen der vier oben genannten Gesundheitsberufe in der psychosozialen Ver‐
sorgung erreichen in den Aufgabenbereichen der professionellen GK zwischen 49 und 84 von 100
möglichen Punkten. - Die größte Herausforderung besteht für alle befragten Berufsgruppen in der professionellen digi‐
talen GK (49–55 Punkte), d.h. in der Unterstützung und Begleitung von Patientinnen und Patienten
bzw. Klientinnen und Klienten im Umgang mit digitalen Gesundheitsinformationen, gefolgt von der
Informations‐ und Wissensvermittlung (66–72 Punkte). - Die geringsten Schwierigkeiten sehen die befragten Angehörigen der untersuchten Gesundheitsbe‐
rufe bei der Patienteneinbindung und gemeinsamen Entscheidungsfindung (78–84 Punkte). - In den Teilbereichen der Informations‐ und Wissensvermittlung wird der Umgang mit Herausfor‐
derungen bei der Informationsvermittlung von den Angehörigen aller Gesundheitsberufe als am
herausforderndsten erachtet (64–69 Punkte), während von Psychotherapeutinnen und ‐therapeu‐
ten, Klinischen Psychologinnen und Klinischen Psychologen sowie Gesundheitspsychologinnen und
‐psychologen das Vermitteln und Erklären von Informationen (74–75 Punkte) und von Psychiaterin‐
nen und Psychiatern das Überprüfen des Verständnisses von Informations‐ und Kommunikationsin‐
halten (69 Punkte) als am einfachsten eingeschätzt wird.