Das Paper untersucht die Perspektiven relevanter Stakeholder:innen aus sechs europäischen Ländern (Österreich, Frankreich, Ungarn, Italien, Norwegen und Ukraine) zur Förderung von organisationaler Gesundheitskompetenz (OHL) in Gesundheitseinrichtungen. Die Ergebnisse zeigen, dass erfolgreiche OHL-Implementierung vor allem starkes Führungsengagement, kontinuierliche Schulungen des Personals, die Integration von OHL in Organisationsprozesse sowie die aktive Einbindung von Patient:innen und Gemeinschaften erfordert. Als wichtige Voraussetzungen für OHL-Selbstbewertungen wurden die klare Kommunikation des Nutzens, Unterstützung durch Management und Behörden sowie praxistaugliche, einfach anwendbare Instrumente identifiziert. Zu den größten Barrieren zählen mangelndes Bewusstsein für OHL, fehlende personelle und finanzielle Ressourcen, geringe Managementunterstützung sowie als zu komplex empfundene Bewertungsinstrumente. Die Stakeholder:innen betonen, dass OHL nicht als Einzelmaßnahme verstanden werden sollte, sondern eine umfassende organisatorische und kulturelle Transformation des Gesundheitssystems erfordert.