ÖPGK-Mitgliederversammlung 2.0 – Das waren die Highlights!

„Seit 2015 ist die Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz operativ tätig. Im abgelaufenen Aktionsmonat – der Oktober ist internationaler Monat für mehr Gesundheitskompetenz – wurden die vielfältigen Maßnahmen der Mitglieder der Plattform sichtbar und damit ein wichtiges Zeichen in den aktuell herausfordernden Zeiten gesetzt: gemeinsam kann man mehr bewegen! Das gilt ganz besonders für die Stärkung der Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung, an der kontinuierlich in den unterschiedlichsten Bereichen gearbeitet werden muss“, betonte Gesundheitsminister Rudolf Anschober in einer Videobotschaft an die Mitgliederversammlung.

Anschober: Gemeinsam kann man mehr bewegen!

Die jährlich stattfindende Mitgliederversammlung bot erfahrenen wie neuen Mitgliedern die Gelegenheit zu Fortbildung, Vernetzung und intersektoralem Erfahrungsaustausch. 2020 wurde die Mitgliederversammlung erstmals in den virtuellen Raum verlegt.

Neben der Berücksichtigung im „Gesundheitswesen“ beginnt Gesundheitskompetenz zunehmend auch in anderen Settings Fuß zu fassen. Gesundheitskompetenz-Strategien und Bewertungsinstrumente werden nunmehr für unterschiedliche Settings (weiter-)entwickelt – in Österreich bislang neben Jugendzentren auch für Gesunde Gemeinden und Betriebe/Arbeitsplätze. Auch die Mitgliedseinrichtungen der ÖPGK decken diese Bandbreite an Organisationen ab. Dies ermöglicht Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz und der Gesundheit der gesamten Bevölkerung in den unterschiedlichsten Bereichen: zuhause, am Arbeitsplatz, im Bildungssystem, in der Nachbarschaft, in der Stadt etc.

Urkundenverleihung an neue ÖPGK-Mitglieder

Diese Vielfalt spiegelte sich auch im Rahmen der feierlichen Urkundenverleihung im Rahmen der Mitgliederversammlung wieder. Neben Mitgliedschaftsurkunden für neue Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung konnten auch die Plaketten „gesundheitskompetente Offene Jugendarbeit“ überreicht werden. „Auch wenn die Technik schon sehr weit ist, war eine physische Übergabe im Lauf der Mitgliederversammlung natürlich nicht möglich. Daher hat sich die Koordinationsstelle für die neuen Mitglieder eine kleine Überraschung einfallen lassen. Die Mitgliedschaftsurkunden wurden im Vorfeld in einem geschlossenen Kuvert mit der Bitte, dieses erst im Zuge der Veranstaltung zu öffnen, übermittelt“, erklärt Christina Dietscher, Vorsitzende der ÖPGK.

Anerkennung für gesundheitskompetente Offene Jugendarbeit

Mit September 2020 hat die ÖPGK ein Anerkennungsverfahren für Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit akkreditiert. Das Verfahren und die dazugehörigen Qualitätsstandards wurden seit 2014 vom bundesweiten Netzwerk Offene Jugendarbeit (bOJA) gemeinsam mit der Gesundheit Österreich (GÖG) entwickelt und ab 2018 im Rahmen einer Projektförderung des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), dem Jugendministerium sowie dem damaligen Hauptverband der Österr. Sozialversicherungsträger umgesetzt. Nach Überarbeitung steht das Anerkennungsverfahren nun allen Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit in Österreich zur Verfügung. „Mittlerweile haben sich 17 Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit österreichweit zu gesundheitskompetenten Organisationen auszeichnen lassen. Sie haben sich der Förderung der Gesundheitskompetenz Jugendlicher verschrieben und sind gerade in diesen Zeiten der Pandemie besonders gefragt als wichtige Anlaufstellen für junge Menschen und gesundheitskompetente Partner in der Kommune“, so Daniela Kern-Stoiber, Geschäftsführerin von BoJA (Bundesweites Netzwerk Offenen Jugendarbeit).

An der feierlichen Verleihung der Urkunden und Plaketten für die Einrichtungen der Jungenarbeit nahm auch Arbeits-, Familien- und Jugendministerin Christine Aschbacher mit einer Videobotschaft teil.

Aschbacher gratuliert Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit zur Auszeichnung

Inputs aus Forschung und Praxis

Der inhaltliche Schwerpunkt der Mitgliederversammlung befasste sich in insgesamt zwei Vorträgen mit den notwendigen Rahmenbedingungen in Organisationen und Settings. Lisa Gugglberger von der Gesundheit Österreich GmbH stellte den ÖPGK-Arbeitsschwerpunkt vor und gab einen Gesamtüberblick zur organisationalen Gesundheitskompetenz: „In Österreich gibt es in verschiedenen Settings bzw. Organisationstypen bereits viele Ansätze, Gesundheitskompetenz einzubetten.“ In ihrem Vortrag zeigte sie auf, was in verschiedenen Organisationen schon geleistet wird, welche Unterstützungsformen die ÖPGK für Organisationen bereitstellt  und wo es noch Entwicklungspotenziale gibt.

Einen Einblick in die Praxis gab Kathrin Hofer-Fischanger von der FH JOAENNUM, die das Projekt „Auf Gesundheitskurs – gesundheitskompetent in Feldbach“ vorstellte: „Im Arbeitsalltag zeigt sich Gesundheitskompetenz in Organisationen in der Art und Weise, wie miteinander kommuniziert wird und wie verständlich Informationen aufbereitet sind.“

Die Vorträge stehen Ihnen hier zur Verfügung:

Weitere Informationen


Autorin: Jennifer Sommer, Erstellt: 19.11.2020
Aktualisiert: 01.12.2020
20.11.2020

Diesen Beitrag fand ich ...

4 0
Ist Ihnen ein Fehler aufgefallen? Bitte informieren Sie uns unter oepgk@goeg.at.
« zurück

Kategorien:

Aktuelles   Neuigkeiten   Startseite