Neue Umfrage zur digitalen Gesundheitskompetenz in Österreich

Gesundheitsinformationen im digitalen Wandel

Gesundheitsbezogene Informationen werden zunehmend aus digitalen Kanälen bezogen. Neben klassischen Websites und Suchmaschinen gewinnen auch soziale Medien und Chatbots kontinuierlich an Bedeutung. Auch Online-Informationsangebote und digitale Versorgungsformen wie Videokonsultationen oder Gesundheits-Apps nehmen mit der fortschreitenden Digitalisierung eine wichtige Rolle ein. Mit dieser Entwicklung rückt die digitale Gesundheitskompetenz, die Fähigkeit, digitale Gesundheitsinformationen zu finden, darauf zuzugreifen, zu verstehen, zu bewerten und anzuwenden, immer stärker in den Fokus.

Neue Daten zur digitalen Gesundheitskompetenz

Im Rahmen des „Panels Gesundheitsförderung“ wurden Daten zur digitalen Gesundheitskompetenz mithilfe des HLS24-DIGI-Fragebogens erhoben. Dabei handelt es sich um ein im Zuge des M-POHL Health Literacy Surveys 2024-2026 weiterentwickeltes Erhebungsinstrument.

Insgesamt wurden rund 1.000 Personen ab 16 Jahren, repräsentativ für die österreichische Wohnbevölkerung, online oder postalisch befragt. Die Erhebung basiert auf einer stratifizierten Zufallsstichprobe aus dem OGM-Befragungspanel.

Zentrale Ergebnisse

77% der Befragten haben 2024 gesundheitsbezogene digitale Geräte, Angebote oder Apps genutzt:

  • Am häufigsten: Websites zu medizinischen Themen, gefolgt vom Serviceportal „MeineSV“ sowie den Online- Terminvereinbarungen bei Gesundheitsdienstleister:innen.
  • Die Nutzung ist bei chronisch Erkrankten und tendenziell auch bei Männern, unter 60-Jährigen sowie bei höherer formaler Bildung höher.
  • 67% der Befragten berichten von Schwierigkeiten im Umgang mit digitalen Gesundheitsinformationen.
  • Größte Herausforderung: Bewertung der Vertrauenswürdigkeit und möglicher wirtschaftlicher Interessen von Informationen.