Die Schwerpunkte der ÖPGK gemeinsam weiterentwickeln

Das gemeinsame Netzwerktreffen aller ÖPGK-Schwerpunkte bot Expertinnen/Experten und Netzwerkpartnerinnen/ Netzwerkpartnern erstmals die Gelegenheit zum schwerpunktübergreifenden Erfahrungsaustausch.

Um die Zielsetzungen des Gesundheitsziels 3 „Die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken“ zu verwirklichen, übernimmt die ÖPGK unterschiedliche Aufgaben. Zu diesen zählen unter anderem die Förderung der Vernetzung und Zusammenarbeit, mit dem Ziel eine „Community of Practice“ zur langfristigen Entwicklung von Gesundheitskompetenz in Österreich zu etablieren.

Gemeinsam mit praxiserfahrenen Expertinnen/Experten und Vertreterinnen/Vertretern von ÖPGK-Mitgliedermaßnahmen führten die ÖPGK-Schwerpunktverantwortlichen durch insgesamt vier interaktive Workshops.

Der Workshop „Gute Gesundheitsinformation Österreich – Vorstellung Pilotversion von Kriterien zur Bewertung der Qualität von Gesundheitsinformationen“ beschäftigte sich mit Checklisten zur Einschätzung der Qualität von Gesundheitsinformationen, die im Rahmen der AG Gute Gesundheitsinformation entwickelt wurden und als Pilotversion in Folge getestet werden. Die Checklisten liegen in zwei Versionen vor: für die allgemeine Bevölkerung und für Vertreter/-innen von Gesundheitsberufen. Im Workshop wurden diese Checklisten kurz vorgestellt und von den Anwesenden praktisch getestet und diskutiert.

Das ÖPGK-Starterkit, bestehend aus einem Praxisleitfaden sowie einem Kurzform-Selbsteinschätzungsinstrument, das den Start in Richtung gesundheitskompetente Gesundheitseinrichtung erleichtern soll, wurde in einem weiteren Workshop  kurz vorgestellt. Die teilnehmenden Expertinnen/Experten berichteten anschließend von ihren Erfahrungen aus der Praxis und diskutierten die verschiedenen Schwierigkeiten und Lösungsansätze auf dem Weg zu einer gesundheitskompetenten Organisation.

Im Workshop Gute Gesprächsqualität und Bürger-/Patientenempowerment über Maßnahmen diskutiert, um einerseits Gesundheitsberufe in ihrer Gesprächsführung zu unterstützen und andererseits Patientinnen/Patienten zu aktivieren, ihre Gesundheit selbstbestimmt  in die Hand zu nehmen. Zertifizierte Kommunikationstrainings und Trainerlehrgänge nach ÖPGK-tEACH-Standard wurden dabei ebenso diskutiert wie die vielfältigen Möglichkeiten, das Interesse der Bevölkerung an Gesundheitsthemen zu wecken. Als Modell guter Praxis wurde ein Video der Marien Apotheke Wien in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) gezeigt, das anlässlich der Initiative „3 Fragen für meine Gesundheit“ in Kooperation mit der ÖPGK entwickelt wurde.

Wie ist es um die Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung bestellt? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines weiteren Workshops. Gemeinsam mit den Expertinnen/Experten wurde die neuerlich nationale Messung der Gesundheitskompetenz diskutiert, die auf der ersten europäischen Messung aus dem Jahr 2011 aufbaut und derzeit in Vorbereitung ist. Der Start der Messung ist für November 2019 geplant und wird im Rahmen des von WHO-Europa unterstützten internationalen „WHO Action Network on Measuring Population and Organizational Health Literacy (M-POHL)“ parallel in ca. 14 Ländern durchgeführt.

 

Fotos: ©oepgk

01.07.2019
« zurück