Menschen mit Migrationshintergrund besser erreichen

Herausgeberinnen/Herausgeber: Gesundheit Österreich GmbH
Erscheinungsjahr: 2016

Der Leitfaden für Praktikerinnen/Praktiker aus dem Gesundheitswesen eignet sich, Maßnahmen in Gesundheitsförderung für sozioökonomisch und gesundheitlich benachteiligte Menschen mit Migrationshintergrund zu adaptieren oder gegebenenfalls neue Maßnahmen zu konzipieren, um diese besser zu erreichen. Er enthält entsprechend dem inhaltlichen Schwerpunkt Anregungen und Tipps zu den Themen Ernährung/Bewegung sowie Adipositas/Diabetes.

 

Im Jahr 2014 beauftragten die Arbeiterkammer Wien (AK Wien) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) mit einem Literaturbericht, um Aspekte von Migration und Gesundheit in Österreich und den derzeitigen Forschungsstand zu recherchieren und weiteren Forschungsbedarf zu identifizieren (Anzenberger et al. 2015). Daraus ging deutlich hervor, dass Angebote und Maßnahmen in Gesundheitsförderung, Prävention und Kuration von sozioökonomisch benachteiligten Personen – vor allem mit Migrationshintergrund – seltener in Anspruch genommen werden. Daher beauftragten AK Wien, BMG, Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), Stadt Wien und Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) die GÖG damit, den vorliegenden Leitfaden mit Empfehlungen zum Abbau von Zugangsbarrieren für sozioökonomisch benachteiligte Menschen mit Migrationshintergrund zu entwickeln. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf den Themen Ernährung/Bewegung sowie Adipositas und Diabetes. Die Themen berühren sowohl Gesundheitsförderung, Prävention als auch Kuration. Direkte Zielgruppe des Leitfadens sind Praktikerinnen/Praktiker aus den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention oder Kuration, die Maßnahmen für die mittelbare Zielgruppe umsetzen.

Der Leitfaden greift auf bestehende (Handlungs-)Empfehlungen zurück und fasst diese zusammen. Die (Handlungs-)Empfehlungen beziehen sich auf das Abbauen von Barrieren im Zugang zu konkreten Maßnahmen und nicht auf Zugangsbarrieren, die nur durch eine Verbesserung der (sozialen) Verhältnisse (Verhältnisebene), wie Erhöhen von Bildungschancen, Verbessern der Lebens- und Arbeitsbedingungen, verstärkte interkulturelle Öffnung und niederschwellige Gestaltung des gesamten Gesundheitssystems minimiert werden können.

14.10.2018

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