Kompetente Eltern, kompetente Jugendliche – mit feel-ok.at

Seit Ende Juli 2017 gibt es auf der von Styria vitalis koordinierten Jugendgesundheitswebsite www.feel-ok.at neben Inhalten für Jugendliche und Lehrpersonen & Multiplikatorinnen/Multiplikatoren auch einen eigenen Bereich für Eltern.

Die Eltern von Luca hören in letzter Zeit vor allem die folgenden zwei Sätze: «Ich komme gleich» (Luca erscheint eventuell in einer halben Stunde) und «Stresst nicht» (wenn die Eltern zur Eile mahnen).Die meisten Eltern erleben ähnliche Situationen und erfahren die Pubertät oft als Zeit der Krisen und Konflikte. Auseinandersetzungen mit den Teenies zu Hause können Müttern und Vätern den letzten Nerv und den Schlaf rauben. Aber auch mancher Teenager findet es mit seinen Eltern nicht gerade einfach: Sie sind zu streng, zu altmodisch, zu uncool – einfach nur peinlich! Familien erleben diese Phase unterschiedlich. Bei einigen bricht das Chaos aus, bei anderen bleibt die Stimmung auf beiden Seiten mehrheitlich gelassen. Mit feel-ok.at kann man sich als Elternteil Schritt für Schritt durch den „Pubertäts-Dschungel“ hanteln:

In der Pubertät heißt es, das Kind loszulassen und ihm Vertrauen entgegenzubringen, wenn es eigene Entscheidungen trifft. Gleichzeitig fungieren Eltern als „Sicherheitsnetz“, das für Geborgenheit und Halt in herausfordernden Situationen sorgt.

Viele Eltern scheinen während der Pubertät stärker durch Ängste und Sorgen gesteuert zu werden, als in ihrem Erziehungsalltag mit jüngeren Kindern. Dies ist verständlich, denn Jugendliche entscheiden ihr Leben Stück für Stück mehr selbst und vieles ist nicht mehr direkt von den Eltern beeinflussbar.  Das kann dazu führen, dass Eltern schnell die Gesundheit oder die schulische und berufliche Laufbahn ihrer Kinder gefährdet sehen, wenn nicht alles nach Plan läuft. Angst ist jedoch ein schlechter Ratgeber. Sie kann Eltern davon abhalten, ihren Kindern kraftvoll und doch mit ausreichend „lockeren Zügeln“ den Weg zu weisen.

Zu folgenden Themen finden Eltern Tipps und Anregungen auf feel-ok.at:

Erziehung und Beziehung

Die Sektion enthält zahlreiche Tipps, wie der Beziehungsaufbau in der Pubertät gelingen kann und wie Eltern in dieser Zeit verlässliche Partnerinnen/Partner ihrer Kinder sein können. Wie man mit Jugendlichen im Dialog bleiben kann ist ebenso Thema, wie die Balance zwischen Freiraum, Mitbestimmung & Rechten auf der einen und Pflichten auf der anderen Seite. Schließlich erfahren Eltern, wo sie in schwierigen Situationen Hilfe finden können.

Die «normale» Entwicklung Jugendlicher kann viele Facetten haben. Eine Abgrenzung zwischen «normal» und «krank» ist häufig schwierig. Dennoch kann sich gerade im Jugendalter aus einer vorübergehenden Krise eine schwere psychische Störung entwickeln. Eltern können auch selbst unter einer psychischen Erkrankung leiden und dadurch zusätzlich von Schuldgefühlen geplagt werden, weil sie sich nicht so gut um ihre Familie kümmern können.

Auf feel-ok finden Eltern Informationen und Hilfestellungen bei psychischen Krisen und Erkrankungen, um gute Lösungsansätze zu finden.

Psychische Belastungen

Streit zuhause, Cannabis im Rucksack, ein Abschiedsbrief… Bei welchem Verhalten sollten Eltern sofort Hilfe suchen? Welche Anzeichen sprechen für eine psychische Belastung? Die Sektion thematisiert das Thema psychische Belastungen und Probleme bei Jugendlichen, aber auch bei Eltern und informiert über verschiedene psychische Erkrankungen sowie entsprechende Anlaufstellen in Österreich.

Seit der Lancierung Ende Juli wurde die neue Sektion Eltern rund 200-mal aufgerufen. Das von feel-ok Schweiz aufbereitete Thema wurde vom Institut für Familienförderung für Österreich adaptiert – ein herzliches Dankeschön dafür!

Autorin: Antonia Zengerer, Koordination feel-ok bei Styria vitalis

 

Hinweis: Styria vitalis ist mit der Maßnahme „feel-ok.at“ Mitglied der ÖPGK.

Weitere Informationen auf feel-ok.at:

 

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