„Guten APPetit“

Langtitel: Kriterien für unterrichtstaugliche digitale Ernährungsmedien
Einrichtung: Pädagogische Hochschule Tirol; IBAS- Institut für Berufs- und Sekundarpädagogik.
Zuständige Leiter: IL: Markus Schöpf M.A., BeD; Leitung der Arbeitseinheit - Ernährung und Gesundheit: Mag. Dr. Birgit Wild; Leitung der Fachcommunity - Ernährung und Gesundheit: Mag. Martina Überall, PhD
Website der Einrichtung: ph-tirol.ac.at/node/295
Maßnahmenkoordinatorin: Mag. Dr. Birgit Wild
E-Mail-Adresse: Birgit.wild@ph-tirol.ac.at
(geplante) Laufzeit: laufend
Status: laufend

Ausgangslage


Die Suche nach „Ernährung + App“ resultiert aktuell in rund 300 Applikationen – Tendenz stark steigend. Diese kommen als Einkaufshilfen, Rezeptsammlungen, Quiz-Spiele oder gar zur Beurteilung des eigenen Essverhaltens zum Einsatz kommen (In Form, 2016).
Doch wann handelt es sich um valide Quellen, die auf wissenschaftlicher Evidenz basieren, und das Prädikat „pädagogisch wertvoll“ verdienen?
Im Zeitalter der Informationsgesellschaft sind soziale Medien im beruflichen und privaten Alltag längst etabliert und selbstverständlich geworden. Auch Ernährungsthemen sind medial präsent und finden sich in unterschiedlichster Form im Internet wieder. Von Foodblogs über Vlogs von InfluencerInnen bis hin zu Rezeptdatenbanken und alternativen Ernährungskonzepten finden sich im Web die verschiedensten Kanäle, die rund um das Thema Ernährung kommunizieren (Endres, 2016). Laut neuesten Umfragen nutzen insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene soziale Medien ganz regelmäßig, wovon jeder fünfte schon einmal sein Essen in der Online-Community geteilt hat (Lerchbaumer & Überall, 2018). Einerseits birgt diese digitale Ernährungswelt die Gefahr, dass sich „Ernährungs-Fake-News“, dogmatische Empfehlungen und pseudowissenschaftliche Wahrheiten unkontrolliert im Netz verbreiteten, auf der anderen Seite stellen digitale Medien aufgrund ihrer Reichweite und Aufbereitung eine große Chance für die Ernährungskommunikation in Bildung und Wissenschaft dar. Doch kann zwischen wissenschaftlichen Fakten und pseudowissenschaftlichen Statements und Empfehlungen überhaupt noch differenziert werden und falls ja – WIE?

Um geeignete Quellen für die Ernährungsbildung filtern zu können, wurde ein Kriterienraster als „Checklist“ entwickelt.

Zielsetzung der Maßnahme


Ziel war primär eine Checkliste für die sichere Verwendung solch webbasierter Programme für den Unterricht zu erstellen, um in weiterer Folge auch einen definierten Kriterienkatalog für Ernährungsapps im Alltag anwenden zu können. Dafür wurden die notwendigen Kompetenzen analysiert und Strategien formuliert, um die Nutzungskompetenz der Anwender zu stärken. Der Kriterienraster als „Tool“ zur Bewertung von webbasierten Ernährungsmedien wird einer breiten öffentlichen Fachgruppe zugänglich sein und soll auch im Rahmen der forschungsgeleiteten Lehre auf akademischer Ebene veröffentlicht, angeboten, verwendet und weiterentwickelt werden.

Methodik


Publikation der erhobenen Daten, fachlicher Austausch mit ernährungswissenschaftlichen und Seite 3 von 4 fachdidaktischen Gesellschaften, Anwendung des „Tools“ in der Aus-, Fort- und Weiterbildung (in 2-3 Lehrveranstaltungen pro Semester), zielgruppenspezifische Aktionsforschung, weiterführende Seminare und Symposien zum Thema „Ernährung in den sozialen Medien“ (Februar 2021).

Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden bereits Daten zu folgenden Forschungsfragen erhoben und ausgewertet. Welche evidenzbasierten Qualitäts- & Bewertungskriterien wurden bisher schon definiert, implementiert und evaluiert? Wie kann gewährleistet werden, dass Apps/webbasierte Medien, welche im Rahmen des Unterrichts verwendet werden, evidenzbasiert sind und diesen Kriterien entsprechen? Worauf ist aus sprachlicher Sicht, im Sinne der effizienten und effektiven Ernährungskommunikation, zu achten?

Beitrag zum Wirkungsziel 2


Unser Projekt ist speziell im Bildungsbereich angesiedelt, mit Fokus auf Stärkung der Ernährungs- und Gesundheitskompetenz verschiedener Zielgruppen.

Zielgruppen


  • Zielgruppen im Setting Schule und in anderen Bildungseinrichtungen: Schüler/-innen, Lehrer/-innen
  • Zielgruppen im Setting Freizeit/Konsumwelten: Akteurinnen/Akteure im Bereich Konsumenteninformation
  • Zielgruppen im Setting Gesundheits- und Sozialwesen/(öffentliche) Dienstleistungen: Gesundheitsförderungsberater/innen, Gesundheitsexpertinnen/Gesundheitsexperten
  • Zielgruppen im Setting Gesellschaftspolitik/Medien: Medienvertreter/innen
09.11.2020

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