Gute Gesundheitsinformation Österreich

Herausgeberinnen/Herausgeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz
Erscheinungsjahr: 2017

Um informierte Entscheidungen zu ermöglichen, sind verständliche, evidenzbasierte und unverzerrte Gesundheitsinformationen nötig.

Man sollte meinen, dass verlässliche Gesundheitsinformationen eine Selbstverständlichkeit sind. Das ist aber nicht so: 60 Prozent
der Artikel in österreichischen Medien über Gesundheit und Krankheit informieren stark übertrieben oder nicht zutreffend. Nur elf Prozent berichten korrekt. (Quelle: Kerschner, Bernd; Wipplinger, Jörg et al. (2015): Wie evidenzbasiert berichten Print- und Online-Medien in Österreich? Eine quantitative Analyse. In: Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen, 109, 4-5, 341-349)

Unterstützung auf dem Weg zu guter, wirkungsvoller Gesundheitsinformation bietet
die Gute Gesundheitsinformation Österreich. Sie richtet sich an Personen und Organisationen, die Informationen zu Gesundheit und Krankheiten herausgeben, finanzieren, verfassen und verbreiten.

Herausgegeben wurden die Qualitätskriterien im November 2017 gemeinsam vom
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (seit November 2017 Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz)  und der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz  in Zusammenarbeit mit dem Frauengesundheitszentrum.

Die Gute Gesundheitsinformation Österreichbasiert auf 15 Qualitätskriterien für evidenzbasierte und geschlechtergerechte Gesundheitsinformation.

 

Sie lassen sich zu folgenden Themen zusammenfassen:

• Auswahl relevanter wissenschaftlicher Quellen und Daten,
• unverzerrte, klare Darstellung in Wort und Bild — auch Darstellung von Unsicherheiten in der Beurteilung von Interventionen,
• transparente und neutrale Hinweise für die Nutzerinnen und Nutzer.

Die Kriterien der Guten Gesundheitsinformation Österreichkönnen für die Erstellung von Broschüren, Videos und Webseiten mit Gesundheitsinformation herangezogen werden. Sie können auch von Organisationen übernommen werden, die sich selbst zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsinformationen verpflichten und diese nach den 15 Kriterien ausrichten — jeweils passend für ihre Zielgruppen und gemäß ihren Möglichkeiten. Ihr Vorgehen beschreibt eine Organisation in einem Methodenpapier. Mit der Veröffentlichung auf der eigenen Website zeigt sie ihre Glaubwürdigkeit und wirkt als Vorbild.

Bei den Kurzvideos für Geflüchtete “Gesund und krank in Österreich” wurden die 15 Qualiitätskriterien angewendet.

Die Gute Gesundheitsinformation Österreich ist ein Schwerpunkt der ÖPGK.

13.10.2018

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