Gute Gesundheitsinformationen: Theorie trifft Praxis

Was macht Gute Gesundheitsinformationen aus und welche Qualitätskriterien gibt es? Ein Impulsgespräch der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz schaffte ein erstes gemeinsames Verständnis.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Impulsgesprächs ©Andrea Riegler

Ob große Player im Gesundheitssystem, Umsetzer in der Praxis oder Patientenvertreter: Sie alle haben eines gemeinsam: Sie wollen Gesundheitsinformationen so anbieten, aufbereiten, oder verbreiten, dass diese verständlich sind und möglichst vielen Menschen eine gute, wissenschaftlich abgesicherte Unterstützung für eine selbstbestimmte Entscheidung in Gesundheitsfragen bieten.

Qualitätskriterien für Gute Gesundheitsinformationen

In Deutschland wurde deshalb 2013 Die Gute Praxis Gesundheitsinformation umgesetzt, die 16 Qualitätskriterien für gute Gesundheitsinformationen beinhaltet. In Österreich wurde dieses Modell, um den Aspekt der Gendergerechtigkeit, erweitert.

Das Ergebnis ist die Gute Gesundheitsinformation Österreich, für die das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) und die Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) die Herausgeberschaft übernommen haben. Zur 3. ÖPGK-Konferenz, am 29. November 2017 in Linz werden die Qualitätskriterien der Guten Gesundheitsinformation Österreich der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mögliche Handlungsfelder

Im Vorfeld gab es ein erstes Impulsgespräch am 25.10.2017 in Wien. Ziel der Veranstaltung war es, zum einen ein gemeinsames Verständnis zur Qualität von Gesundheitsinformationen zu entwickeln und andererseits erste mögliche Handlungsfelder für die Umsetzung der Guten Gesundheitsinformation Österreich zu definieren. Diese betreffen politische Rahmenbedingungen genauso wie strategische Ansätze oder Strukturen für die Praxis. Damit sind zum Beispiel Fortbildungen, Leitfäden oder Trainerausbildungen für Gute Gesundheitsinformationen gemeint.

Reger Erfahrungsaustausch

Insgesamt nahmen 20 Teilnehmerinnen/Teilnehmer aus Praxis, Wissenschaft und Politik teil. Felice Galle und Andrea Niemann präsentierten die geplanten Qualitätskriterien für Österreich. Klaus Koch, Ressortleiter Gesundheitsinformation am IQWIG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) in Deutschland berichtete zudem von den Herausforderungen mit denen er nach der Veröffentlichung in Deutschland konfrontiert war. Ein erster Erfahrungsaustausch mit den Teilnehmerinnen/Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Praxisfeldern sorgte für einen spannenden Abschluss.

 

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