Gründung des ÖPGK-Netzwerks Gesprächsqualität

Am 13. Oktober 2017 war es soweit: Ca. 60 Top-Expertinnen/Experten und Umsetzerinnen/Umsetzer für bessere Gesprächsqualität aus ganz Österreich trafen sich erstmals im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen zu einem Erfahrungsaustausch und zur Gründung des ÖPGK-Netzwerks Gesprächsqualität.
Nach der Präsentation der Hintergründe, Ziele und Aufgaben der ÖPGK und der Strategie zur Verbesserung der Gesprächsqualität im Gesundheitssystem durch Dr.in Christina Dietscher (Bundesministerium für Gesundheit und Frauen) und Dr.in Marlene Sator (Gesundheit Österreich GmbH) stand die Diskussion von Umsetzungsproblemen und -lösungen im Mittelpunkt. Darüber hinaus präzisierten die Teilnehmerinnen/Teilnehmer auch ihre Erwartungen an das ÖPGK-Netzwerk Gesprächsqualität und mögliche eigene Beiträge zum Netzwerk.

 

Hochkarätiges, vielfältiges Netzwerk


Der Teilnehmerkreis an diesem ersten Netzwerktreffen war hochkarätig und gleichzeitig vielfältig: Alle Medizinischen Universitäten und fast alle Fachhochschulen waren mit Ausbildungsverantwortlichen für Kommunikation vertreten. Mit dabei waren auch Umsetzungsverantwortliche von Krankenhausträgern aus mehreren Bundesländern, Maßnahmen-Initiatorinnen/Initiatoren der Zielsteuerungspartner (Bund, Länder, Sozialversicherungen), Kommunikationstrainerinnen/-trainer, niedergelassene Ärztinnen/Ärzte sowie Vertreterinnen/Vertreter medizinischer Fachgesellschaften, der Patientenanwaltschaft, der Dachverbände der MTD und Gesundheits- und Krankenpflege sowie aus der Gesundheitsförderung.

 

Inspirierendes Engagement und Erfahrungsaustausch auf höchstem Niveau


Das Kommunikationsklima im Raum war nach der ersten bewegten Aufstellungsrunde von Anfang an ausgesprochen offen und engagiert. Zentrale Entwicklungsanliegen wurden kritisch und konstruktiv angesprochen: Multiprofessionelle und interkulturelle Sprachbarrieren überwinden, kulturelle und strukturelle Organisationsbarrieren aus dem Weg räumen („Kommunikation endlich als zentrale Versorgungsaufgabe definieren!“), den Einsatz von neuen Medien und e-Health berücksichtigen, Rollenmodelle und Training „on-the-job“ gut etablieren, Outcome-Forschung einrichten, Patientenperspektive besser integrieren etc.

Der Wunsch, eine „Community of Practice“ mit fachlichem Erfahrungsaustausch auf hohem Niveau zu gründen, war am Ende dieses Halbtages nicht nur in den Worten Vieler, sondern geradezu im Raum spürbar: Neue Kooperationen wurden geknüpft, Gastgeberschaft für das nächste Treffen wurde angeboten, gemeinsame Initiativen noch im Hinausgehen besprochen. Die Eröffnung dieses neuen Diskursraumes für die tatkräftige Umsetzung von effektiver persönlicher Kommunikation im Gesundheitswesen wurde als zeitgemäß und notwendig betont. Mit diesem ersten Treffen ist ein Meilenstein für die Umsetzung der Strategie „Verbesserung der Gesprächsqualität in der Krankenversorgung“ gelungen: Strategische Entwicklung trifft praktische Umsetzung und wird sich gegenseitig stärken.

Das inspirierende Engagement und die Vielfalt der angesprochenen Themen, Fragen und Lösungsvorschläge weisen auf den anstehenden Paradigmenwechsel zur patientenzentrierten Kommunikationskultur hin. Es zeigte sich aber auch, dass noch viele Umsetzungsschritte bevorstehen.

Autor: Peter Nowak, Gesundheit Österreich GmbH

 

Bilder vom ersten Treffen des ÖPGK-Netzwerks Gesprächsqualität:

Hinweis: Das Thema Gesprächsqualität im Gesundheitssystem ist ein Schwerpunkt der ÖPGK und ist eines der Hauptthemen bei der 3. ÖPGK-Konferenz am 29. November 2017 in Linz.

Zum Bericht des zweiten ÖPGK-Netzwerktreffens Gesprächsqualität

17.10.2017

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