Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland, Ergebnisbericht

Der deutsche Health Literacy Survey (HLS-GER) knüpft konzeptionell und methodisch an den HLS-EU an und ergänzt ihn somit – zeitlich verzögert – um repräsentative Daten über die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland. Zugleich liefert er eine empirische Grundlage für die Entwicklung passgenauer Interventionen zur Stärkung der Gesundheits- und Nutzerkompetenz. Im Einzelnen sollte sie folgende Fragen beantworten:

Mit Hilfe des Fragebogens HLS-EU-Q47 wurden 2.000 Menschen persönlich befragt.  „Die Ergebnisse der Studie zeigen: 54,3 Prozent der Deutschen verfügen über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. Mehr als die Hälfte der Deutschen sieht sich somit vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt, wenn es darum geht, mit gesundheitsrelevanten Informationen umzugehen, um gesundheitliche Belastungen und Krankheiten zu bewältigen, sich im Alltag stellende Herausforderungen der Gesundheitserhaltung anzugehen und dazu erforderliche Entscheidungen zu treffen. Über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz zu verfügen bedeutet außerdem, größere Orientierungsschwierigkeiten im Gesundheitssystem zu haben, häufiger nicht zu wissen, an wen man sich bei gesundheitlichen Problemen wenden soll, häufiger in das Krankenhaus eingewiesen zu werden, öfter den ärztlichen Notfalldienst in Anspruch zu nehmen und häufiger vor Kommunikationsschwierigkeiten mit den Gesundheitsprofessionen gestellt zu sein. Zudem verfügen Menschen mit geringer Gesundheitskompetenz nach ihrer eigenen Einschätzung häufiger über einen schlechten Gesundheitszustand.“ (Zitat aus der Zusammenfassung)

Die Studie macht auch auf soziale Ungleichheiten zwischen Bevölkerungsgruppen aufmerksam.

13.10.2018

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