Gesundheitskommunikation im 21. Jahrhundert

Public health3 Vortrag Dietscher c_andreaniemann

Die gemeinsame Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Public Health, der Vorarlberger Gesellschaft für Public Health, der Schweizerischen Gesellschaft der Fachärztinnen und -ärzte für Prävention und Gesundheitswesen, der Public Health Schweiz, der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention, der Deutschen Gesellschaft für Public Health e.V. beschäftigte sich Mitte Jänner mit der Frage „Welche Chancen bietet das 21. Jahrhundert für eine effektive Gesundheitskommunikation?“.

„Die Tagung betrachtete Gesundheitskommunikation aus der Perspektive verschiedener Disziplinen, der Forschung und der Praxis. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich aus Public Health, Medizin, Digital Health, Gesundheitsberufen, Gesundheitsökonomie und Gesundheitsförderung zusammen stellten eine Vielzahl an Projekten und Maßnahmen vor, die sich auch mit Gesundheitskompetenz beschäftigten“, gibt Christina Dietscher, Vorsitzende der ÖPGK, einen Einblick in die Tagung.

Gute Gesundheitsinformation Österreich

Zum Thema Gute Gesundheitsinformation ist in Österreich bereits viel Expertise vorhanden. Das Zusammenführen dieser stellt aber häufig eine kleine Herausforderung dar, da sie in sehr unterschiedlichen Bereichen entsteht und gelebt wird. „Im Zuge der Tagung wurden die Erfahrungen aus anderen Ländern präsentiert und deutlich, dass ein wichtiger Aspekt für die Zukunft, auch die stärkere Einbindung von Medien ist, die einen so bedeutenden Einfluss auf die Verbreitung von Gesundheitsinformationen haben.“, so Dietscher mit Verweis auf den ÖPGK-Schwerpunkt Gute Gesundheitsinformation.

„Einen ersten Schritt in diese Richtung stellen die zahlreiche Tools und Dokumente, die im Zuge der ÖPGK Arbeitsgruppe Gute Gesundheitsinformation (AG GGI) erstellt wurden und bereits öffentlich verfügbar sind, dar. Eine Zielgruppe dieser Instrumente sind Verfasser/-innen, Ersteller/-innen und Herausgeber/-innen von Gesundheitsinformationen, damit diesen konkrete Informationen und praxistaugliche Hilfestellungen für die Umsetzung in ihren jeweiligen Bereichen zur Verfügung stehen. Dazu gehört eine Anleitung zur organisationalen Auseinandersetzung anhand der 15 Qualitätskriterien Gute Gesundheitsinformation Österreich, die unter anderem zur Erstellung eines „Methodenpapiers“ anregen soll, wodurch ein öffentliches Bekenntnis zu den Kriterien gewährleistet wird. Mehrere Organisationen aus unterschiedlichen Bereichen sind schon dem Vorschlag gefolgt und haben ein Methodenpapier veröffentlicht, so auch das öffentliche Gesundheitsportal „gesundheit.gv.at“. Generell werden die Dokumente der AG GGI als „lebende Dokumente“ verstanden, die nicht nur öffentlich zugänglich sind, sondern zu deren Weiterentwicklung die ÖPGK auch aktiv aufruft.“, gibt Edith Falschberger, ÖPGK-Schwerpunktverantwortliche für diesen Bereich, abschließend einen kurzen Überblick.

Über Public Health3

Public Health3 steht für eine interdisziplinäre Begegnungsplattform und für grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch von Public Health Interessierten der drei Länder Österreich, Deutschland und Schweiz. Neue Begegnungen und Kooperationen sollen entstehen, Synergien genutzt werden und zu ko-kreativen und innovativen Lösungswegen und Ideen anspornen.

Weitere Informationen


 

Die Redaktion bedankt sich bei Andrea Niemann, MPH von der aks gesundheit GmbH, Gesundheitsbildung für das Foto. Die aks gesundheit GmbH ist mit der Maßnahme “Stärkung der Gesundheitskompetenz bei Kinderimpfungen in Vorarlberg” Mitglied der ÖPGK.

24.01.2020

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