Gesundheitswerbung im Faktencheck

Um Bürger/-innen, Patient-innen und Verbraucher/-innen vor irreführender Gesundheitswerbung und falschen Gesundheitsinformationen zu schützen, hat die Verbraucherzentrale von Nordrhein-Westfalen mit https://www.faktencheck-gesundheitswerbung.de ein neues Online-Portal initiiert. Gefördert wird das Projekt, dessen offizieller Name „Verbraucherschutz im Markt der digitalen Gesundheitsinformationen und Individuellen Gesundheitsleistungen“ lautet, aus Mitteln des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV). Neben Aufklärung und Information zu Gesundheitsthemen, werden Verbraucher/-innen aktiv eingebunden – etwa durch eine Meldemöglichkeit für fragwürdige, schlechte oder irreführende Gesundheitsinformationen. Neben dem Einsatz für aktiven Verbraucherschutz, möchte das Projekt auch einen Beitrag zur Förderung der Gesundheitskompetenz leisten und gibt Tipps für den sicheren Umgang bei der digitalen Suche nach Gesundheitsinformationen.

Mächtiges Instrument: Verbandsklage

Die Verbraucherzentralen können bei Verstößen gegen das Gesetzt gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und gegen Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) nicht nur eine Abmahnung vornehmen, sondern verfügen auch über die sogenannte Verbandsklagebefugnis. Damit steht ihnen ein wichtiges und mächtiges Instrument in Sachen Verbraucherschutz und – so die Projektidee – auch in Sachen Gesundheitskompetenz.

ÖPGK-Mitglied prüft Fakten

Medizinische Expertise und Aussagen zu Nutzen und Schaden von Gesundheitsinformationen liefern unter anderem Expert/-innen von Cochrane Österreich. Mit der Initiative „Gemeinsam gut entscheiden“ ist Cochrane Österreich auch Mitglied der ÖPGK. Das Projekt will mit guter Gesundheitsinformation zu medizinischen Maßnahmen, die keine Vorteile aber potentiellen Schaden für Patient/-innen mit sich bringen die Gesundheitskompetenz von Patient/-innen, Angehörigen und Mitarbeiter/-innen stärken. Die anschaulichen und laienverständlichen Informationen sollen Ärzt/-innen bei der zeitintensiven Aufklärungsarbeit unterstützen und die Kommunikation in der Praxis verbessern

 

Weitere Informationen


 

 

Autor/in: Jennifer Sommer

Datum der Veröffentlichung: 02.02.2020

02.02.2021

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