Erste deutsche Krankenkasse beauftragt “Was hab’ ich?” mit Befund-Übersetzungen

washabich uebersetzt befunde foto christian klant

Patientinnen und Patienten verhalten sich gesundheitsförderlicher, wenn sie ihre Erkrankung und die verordnete Therapie verstehen. Das trägt nicht nur zu ihrer Gesundheit bei, sondern spart auch Kosten. Die R+V Betriebskrankenkasse (R+V BKK) hat sich als erste gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland dafür entschieden, ihre Versicherten besser zu informieren. Diese können sich jetzt ihre medizinischen Befunde vom Online-Service „Was hab‘ ich?“ in eine leicht verständliche Sprache übersetzen lassen.

Für die Kooperation mit der gesetzlichen Krankenversicherung R+V BKK hat das vielfach ausgezeichnete Sozialunternehmen ein Team aus freien Mitarbeitern zusammengestellt, das die Befunde für die Versicherten übersetzt. Diese haben dadurch eine geringere Wartezeit und können außerdem zeitgleich mehrere Befunde übersetzen lassen. Der Dienst ist völlig unabhängig vom ehrenamtlichen Angebot, das weiterhin unverändert allen Patientinnen und Patienten zur Verfügung steht.

Seit 2011 macht „Was hab‘ ich?“ medizinische Dokumente verständlich
Bereits seit 2011 macht „Was hab‘ ich?“ medizinische Dokumente verständlich. Gestartet ist das gemeinnützige Projekt mit der Website washabich.de, bei der sich hunderte Medizinstudierende und Ärztinnen und Ärzte ehrenamtlich als Übersetzerinnen und Übersetzer engagieren und schon über 39.000 Patientinnen und Patienten mit leicht verständlichen Befund-Erklärungen kostenlos helfen konnten. Die Befund-Übersetzungen, ob ehrenamtlich oder im Auftrag erstellt, sind anonym.

Nachhaltig die Kompetenzen von medizinischem Personal für Patientengespräche verbessern
Auch die DKV und Ergo bieten ihren Versicherten seit 2017 Befund-Übersetzungen durch „Was hab‘ ich?“ an. Die Kooperation mit den Krankenversicherungen hilft dabei, die Vorteile verständlicher Kommunikation weiter bekanntzumachen und das Thema im Gesundheitswesen zu verankern. Neben den ehrenamtlichen Übersetzungen und dem Angebot für Versicherungen arbeitet und forscht „Was hab‘ ich?“ an weiteren, massentauglichen Lösungen für die Vision einer Arzt-Patienten-Kommunikation auf Augenhöhe. Unter anderem erweitert das Sozialunternehmen seine aktuelle Kommunikations-Ausbildung, die nachhaltig die Kompetenzen von medizinischem Personal für Patientengespräche verbessert, außerdem entwickelt es eine Software zur automatisierten Erstellung verständlicher Entlassbriefe.

Modell guter Praxis
Die ÖPGK bewertet diese Maßnahme als ein Modell guter Praxis: https://oepgk.at/was-hab-ich/

Mehr Informationen zu “Was hab’ ich?”

Webseite: https://washabich.de

Facebook: https://www.facebook.com/washabich

Twitter: https://twitter.com/washabich

 

29.03.2019

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