Gesundheitsziel 3

Die Bundesgesundheitskommission und der Ministerrat haben im Jahr 2011 die Erarbeitung von Gesundheitszielen beschlossen. Ausgehend vom Wissen, dass Gesundheit im Alltag erzeugt wird, wurden – im Sinne von „Health in All Policies“ – viele Politik- und Gesellschaftsbereiche in die Erarbeitung der Gesundheitsziele eingebunden.

Prioritäres Ziel „Stärkung der Gesundheitskompetenz“

Insgesamt zehn Gesundheitsziele wurden gemeinsam mit rund 40 Institutionen in einem einjährigen Prozess entwickelt und von der Bundesgesundheitskommission und dem Ministerrat im Sommer 2012 beschlossen. Sie sollen handlungsanleitend für die verschiedenen Politik- und Gesellschaftsbereiche in den nächsten 20 Jahren sein.

Die österreichischen Gesundheitsziele griffen die „Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung“ als prioritäres Ziel auf. Die Arbeitsgruppe des Gesundheitsziels 3 schuf mit ihrem Bericht detaillierte Grundlagen für die Umsetzung in Österreich (Bericht der Arbeitsgruppe des Gesundheitsziels 3).

Im Bericht werden drei Wirkungsziele definiert und Maßnahmen zu deren Umsetzung beschrieben:

  • Wirkungsziel 1: Das Gesundheitssystem unter Einbeziehung der Beteiligten und Betroffenen gesundheitskompetenter machen.
  • Wirkungsziel 2: Die persönliche Gesundheitskompetenz unter Berücksichtigung von vulnerablen Gruppen stärken.
  • Wirkungsziel 3: Gesundheitskompetenz im Dienstleistungs- und Produktionssektor verankern.

Umsetzung des Gesundheitsziels 3

Die Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) wurde zur langfristigen und nachhaltigen Unterstützung der Umsetzung der drei Wirkungsziele des Gesundheitsziels 3 eingerichtet. Das Konzept „Empfehlungen zur Einrichtung der ‚Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz´(ÖPGK)“ (BMG 2015) beschreibt die strukturelle Grundausrichtung der ÖPGK.