Auszeichnung für ÖPGK-Maßnahme

Die FH St. Pölten ist mit dem Forschungsprojekt „GAAS“ Mitglied der ÖPGK. Das Projekt unterstützt Jugendliche mit ungünstigen Lebensumständen, im Alltag selbstbestimmte Entscheidungen zur Förderung ihrer Gesundheit zu treffen. Im September wurde das Projekt mit dem Wiener Gesundheitspreis 2016 ausgezeichnet.

 

Der Studiengang Diätologie der FH St. Pölten koordiniert das Forschungsprojekt „GAAS – Förderung der Gesundheitskompetenzen von Jugendlichen, die sich nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung befinden“ und ist mit dem Projekt seit Sommer 2016 Mitglied der ÖPGK. Am Projekt arbeiten auch das Department Ernährungswissenschaften der Universität Wien, die Mobile Jugendarbeit Nordrand in St. Pölten sowie spacelab Produktionsschule Wien mit.

Am 19.9. wurde das Projekt GAAS im Rahmen der Wiener Gesundheitsförderungskonferenz 2016 mit dem Wiener Gesundheitspreis in der Kategorie „Gesunde Ernährung“ ausgezeichnet. „Der Preis zeigt, wie wichtig Gesundheitskompetenz ist und dass wir mit unserem Projekt einen wesentlichen Beitrag dazu leisten“, sagt Jürgen Pripfl, Leiter des Departments Gesundheit und des Instituts für Gesundheitswissenschaften an der FH St. Pölten.

 

Grundstein für die Gesundheit


Arbeitslose Jugendliche, die sich nicht in Ausbildung oder Schulung befinden, sind aufgrund dieser nachteiligen Lebensumstände häufig mit Problemen konfrontiert, die sich ungünstig auf ihre Gesundheit auswirken. In Österreich sind in der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen rund 78.000 Jugendliche aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen betroffen.

Das Projekt GAAS untersucht, wie Gesundheitskompetenz und in weiterer Folge die Gesundheit dieser Jugendlichen gefördert werden können. Es basiert auf den Säulen Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit und soll die Gesundheit der Jugendlichen ganzheitlich stärken.

„Da im Jugendalter aufgrund von Wachstum und Entwicklung der Grundstein für unsere Gesundheit gelegt wird, stellt dieser Lebensabschnitt eine wichtige Phase zur Unterstützung der Gesundheit und der Prävention von Krankheiten dar“, erklärt Petra Rust vom Department für Ernährungswissenschaften der Universität Wien.

 

Wissen für ein gesundes Leben


In einem Schwerpunkt des Projekts gestalten die Jugendlichen gemeinsam mit Expertinnen und Experten sogenannte Gesundheitstage an fünf Standorten in Wien und Niederösterreich. An diesen Tagen werden Gesundheitsthemen spielerisch vermittelt: durch gemeinsames Einkaufen, Kochen und Essen, Experimente und praktische Übungen zu Sinnesschulungen, das Ausprobieren neuer Sportgeräte (z.B. Slacklines) und Sportarten (z.B. Capoeira) sowie Übungen zur Körperwahrnehmung und zur Entspannung.

„Durch diese Wissenserweiterung sollen die Jugendlichen nach Projektende in ihren Gesundheits- und Ernährungskompetenzen gestärkt sein und ihren Alltag gesundheitsförderlich gestalten können“, sagt Elisabeth Höld, Ernährungswissenschaftlerin an der FH St. Pölten und Leiterin des Projekts.

 

Information und Weiterbildungslehrgang für die Jugendarbeit


Auch ein Produkt zum Thema Ernährung wird entwickelt. Es soll in Bereichen der Jugendarbeit und in Schulen eingesetzt werden. Zudem werden die FH St. Pölten und die Universität Wien einen ernährungsspezifischen Lehrgang für Personen mit psychosozialer Grundausbildung, etwa der Sozialen Arbeit und Pädagogik, entwickeln und durchführen.

Zur ÖPGK-Maßnahme: GAAS – Förderung der Gesundheitskompetenzen von Jugendlichen, die sich nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung befinden

 

27.09.2016

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