Anerkennungsverfahren Gesundheitskompetente Offene Jugendarbeit

Mit September 2020 hat die ÖPGK das Anerkennungsverfahren für Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit akkreditiert. Das Verfahren und die dazugehörigen Qualitätsstandards wurden seit 2014 vom bundesweiten Netzwerk Offene Jugendarbeit (bOJA) gemeinsam mit der Gesundheit Österreich (GÖG) entwickelt und ab 2018 im Rahmen einer Projektförderung des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ), dem Jugendministerium sowie dem damaligen Hauptverband der Österr. Sozialversicherungsträger umgesetzt. Nach Überarbeitung steht das Anerkennungsverfahren nun allen Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit in Österreich zur Verfügung.

Es gibt drei verschiedene Anerkennungsniveaus: Bronze, Silber und Gold, mit jeweils unterschiedlichen Anforderungen. Die Anerkennung ist für drei Jahre gültig. Die unterschiedlichen Anforderungen können der Abbildung 1 entnommen werden.

Anerkennungsniveaus

Die Anforderungen für die drei Anerkennungsniveaus, Bronze, Silber und Gold, werden dargestellt. Bronze benötigt eine Bewerbung und das Ausfüllen der Selbsteinschätzung. Für Silber müssen die Standards 2 „Einbindung unserer Zielgruppe“ und 7 „Gesundheitskompetenz in unserer Region“ zu 75% erfüllt sein und Nachweis über thematisch relevante Fort- und Weiterbildungen in Form von vier Stunden erbracht werden. Für Gold müssen zusätzlich die Standards 2 und 7 zu 85% erfüllt sein, alle anderen Standards zu 75%. Es müssen Fort- und Weiterbildungen in Form von acht Stunden nachgewiesen werden.

Abbildung 1: Anforderungen für die Anerkennungsniveaus. Standard 2: „Einbindung unserer Zielgruppe“; Standard 7: „Gesundheitskompetenz in unserer Region“

Bis zur Anerkennung durchlaufen die Einrichtungen einen Prozess: In einem ersten Schritt bewerben sie sich – im Rahmen der Bewerbung bestätigt die Einrichtung ihr Commitment, den Anerkennungsprozess zu durchlaufen. Sowohl die Leitung der Einrichtung, als auch eine Vertretung der Gemeinde/Stadt unterschreiben, da für die Offene Jugendarbeit die Kommunen wesentliche Partner sind. Anschließend nimmt das Team der Offenen Jugendarbeit an einem Workshop teil, in dem das Thema Gesundheitskompetenz vermittelt wird und das Selbsteinschätzungsinstrument für die Anerkennung besprochen wird. In einem nächsten Schritt füllt das Team das Selbsteinschätzungsinstrument aus. Es wird ersichtlich, welche Aspekte einer gesundheitskompetenten Organisation bereits mehr oder weniger gut erfüllt sind. Für die Anerkennungsniveaus Silber und Gold müssen die Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit bestimmte Prozentsätze erreichen. Außerdem müssen sie nachweisen, dass das Team bereits Fortbildungen im Bereich der Gesundheitskompetenz gemacht hat. Für Bronze genügt das Ausfüllen der Selbsteinschätzung und das Setzen von Zielen. Im Rahmen der Selbsteinschätzung werden Ziele gesetzt, für die erneute Einreichung nach drei Jahren.

Für Silber- und Gold-Kandidaten wird, nach Begutachtung aller Unterlagen inklusive der Selbsteinschätzung, ein Audit organisiert. Hierfür kommen zwei externe Auditorinnen/Auditoren und eine Person von bOJA zur Einrichtung. Die Ergebnisse der Selbsteinschätzung werden vom Team präsentiert und anhand von Praxisbeispielen und einer Führung durch die Einrichtung untermauert. Nach einer Beratung der Auditorinnen/ Auditoren wird die Entscheidung bezüglich der Anerkennung getroffen. Abschließend wird die Anerkennungsplakette (bei Gold und Silber) bzw. die Urkunde (bei Bronze) im Rahmen einer Konferenz oder einer Versammlung vor Publikum verliehen. Anerkannte Einrichtungen können Mitglieder in der ÖPGK werden und sich im Rahmen der verschiedenen ÖPGK Veranstaltungen mit anderen Mitgliedern vernetzen.

Autorinnen: Lisa Gugglberger (Gesundheit Österreich GmbH), Daniela Kern-Stoiber (bOJA)
Erstellt: 18.09.2020
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Das Logo des Bundesministeriums Arbeit, Familie und Jugend
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18.09.2020

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