9. Europäische Public Health Konferenz: Ein Rückblick

Die 9. Europäische Public Health Konferenz Anfang November in Wien war mit 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 70 Ländern eine der erfolgreichsten in der Geschichte von Public Health. Fragen der Stärkung und Messung der Gesundheitskompetenz wurden auf der Konferenz vielfach diskutiert. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Schwerpunkte zur Gesundheitskompetenz.

 

Schon eine der Vorkonferenzen thematisierte unter dem Titel „Operationalizing health promotion on the life course through the health literacy approach“ die Gesundheitskompetenz. Beiträge aus Deutschland und Portugal standen zur Diskussion. Im Fokus waren Forschungsfragen rund um die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen, sowie zum Thema psychosoziale Gesundheit. Diverse Messverfahren für Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen wurden in einem vertiefenden Workshop „Health literacy in childhood and adolescence“ weiter diskutiert. Insbesondere der Forschungsstand in Deutschland war in mehreren Beiträgen vertreten.

Viel Beachtung fand ein Beitrag von Jürgen Pelikan zur Messung von Gesundheitskompetenz, der auch als klare Grundlage für eine neuerliche, international vergleichbare Bevölkerungsstudie zu sehen ist und methodische Fragen diskutierte.

Marlene Sator und Peter Nowak vom Team der Koordinationsstelle der ÖPGK wirkten an einem breit gefächerten Workshop mit dem Titel „Intercultural communication in health care“ mit. Von persönlichen Erfahrungselementen mit selektiver Wahrnehmung durch kulturelle Stereotype, über linguistische Analysen und konzeptuelle Grundlagen der interkulturellen Kommunikation, bis zur strategischen Entwicklung auf nationaler Ebene, bot der Workshop den rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen umfassenden Einblick in interkulturelle Kommunikation.

Eine hochrangige internationale Expertengruppe präsentierte in Workshop Form einen aktuellen Überblick über Forschung und Praxis der Stärkung von Selbstmanagement-Kompetenz für Menschen mit Diabetes. Die Entwicklung von Gesundheitskompetenz bei chronischen Erkrankungen im Rahmen von Disease-Management-Programmen hat höchste Bedeutung zur Bekämpfung von nicht-übertragbaren Erkrankungen.

In einigen weiteren Präsentationen quer durch die Konferenz war Gesundheitskompetenz ein Diskussionsthema. „Health literacy“ wird auch als zukünftiges Entwicklungsfeld der Gesundheitsförderung im Rahmen der „Vienna Declaration“ genannt, die anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Ottawa Charta für Gesundheitsförderung bei der Konferenz verabschiedet wurde.

Hier finden Sie mehr Informationen zur European Public Health Conference 2016.

Autor: Peter Nowak, Gesundheit Österreich GmbH

 

16.12.2016

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