Dublin war Europäische Hauptstadt für Gesundheitskompetenz

4 EHLC Gruppenfoto

Mit Ihrer Teilnahme an der 4. Europäischen Gesundheitskompetenz-Konferenz (4. European Health Literacy Conference, EHLC) machten über 215 Delegierten aus 33 Ländern, Dublin (Irland) von 14. bis 15. März 2019 zur europäischen Hauptstadt für Gesundheitskompetenz.

Im Mittelpunkt des Programms stand die Frage „Wie eine gesundheitskompetente Gesellschaft vorangetrieben werden kann“ und welchen Beitrag Forschung, Politik und Praxis in Bezug auf die Fähigkeit der Menschen, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und anzuwenden, um ihre Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern, leisten können. Darüber hinaus wurde die wichtige Rolle der nationalen Gesundheitssysteme zur Verringerung von Ungleichheit hervorgehoben.

Gesundheitskompetenz muss heute insbesondere auch außerhalb des klassischen Gesundheitswesens verstanden und angewendet werden insbesondere in Settings wie Kindergärten und Schulen, Arbeitsplätzen und Supermärkten. Daher bedarf die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Nutzer auch einer Verbesserung der gesundheitskompetenten organisationalen Rahmenbedingungen und Informationsangebote dieser sozialen Settings und Organisationen. Denn dies erleichtert es den Menschen, Informationen und Dienste nicht nur zu finden, sondern auch zu verstehen, zu bewerten und zu nutzen.“, so Jürgen Pelikan, der wissenschaftliche Leiter des Competence Centre Health Promoting Hospitals an der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), im Rahmen der international besetzen Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am ersten Konferenztag.

Die 4. European Health Literacy Conference diente als Plattform zur Vernetzung der europäischen und internationalen Community. Dabei präsentierten internationale Fachleute aus den Bereichen Forschung und Entwicklung neben Expertinnen und Experten von Universitäten, Gesundheitsorganisationen und Regierungsbehörden ihre Lösungsansätze und Ideen zur Verbesserung individueller und gesellschaftlicher Aspekte von Gesundheitskompetenz, mit Fokus auf z.B. Kinder und Jugendliche, digitale Gesundheit, Migration, Selbstmanagement und Politikentwicklung.

ÖPGK als Vorzeigemodell präsentiert

Seit der WHO-Erklärung von Shanghai, die die Stärkung der Gesundheitskompetenz als ein wichtiges Thema positioniert hat, haben mehrere Länder nationale Richtlinien festgelegt oder Gesundheitskompetenz als vorrangiges Thema in ihre umfassenderen Gesundheitsstrategien aufgenommen. Unter diesen Ländern befindet sich auch Österreich. Die Entstehung und Implementierung der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) wurde im Zuge der 4. EHLC von Jennifer Sommer von der Koordinationsstelle der ÖPGK präsentiert und von dem internationalen Publikum als hochgeschätztes Vorzeigemodell diskutiert.

Treffen des Aktionsnetzwerks M-POHL
M-Pohl Meeting Dublin March 2019
Im Vorfeld zur Konferenz fand zudem ein hochrangiges Arbeitstreffen des Action Networks on Measuring Population and Organisational Health Literacy (M-POHL) zur Vorbereitung der nächsten international vergleichenden Gesundheitskompetenz-Studie 2019/2020 (HLS19) statt.

„Bisher haben insgesamt 16 Länder ihr Interesse bekundet, an der Befragung teilzunehmen. Die Befragung soll bereits im Herbst 2019 starten und 2021 mit dem international vergleichenden Ergebnisbericht abgeschlossen werden. Die Health Literacy Survey 2019/2020 (HLS19) soll an die erste europäische Befragung (EU-HLS 2012) anschließen, gleichzeitig aber auch aktuelle Entwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit Fragen der digitalen Gesundheitskompetenz, berücksichtigen.“, gibt Christina Dietscher, Vorsitzende des Kern-Teams der ÖPGK, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK), einen Ausblick auf die europäischen Befragung.

Mehr Informationen zur 4. EHLC finden Sie hier

21.03.2019

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